Am Wochenende - oder besser gesagt ab Sonntag - kommt der Sommer mit sommerlichen Temperaturen und wechselhaften Wetter zurück. Die Regenphasen der letzten Tage waren zwar mancherorts ergiebig, aber ein richtig lang anhaltender Landregen, welcher die Niederschläge gleichmäßig verteilt, ist bisher nicht zu beobachten gewesen. So sind es immer punktuelle Niederschlagsfelder, welche für ordentliche Niederschlagssummen sorgen, aber die trockenen Phasen letztlich nicht ausgleichen können. So bleibt das Wetter auch in der kommenden Juliwoche seinem bisherigen Motto treu: durchwachsen, warm und letztlich zu trocken (Details s. Wetter Juli 2017).

Sommer 2017: Wetterentwicklung bis Ende Juli

Das amerikanische und auch das europäische Wettermodell berechnen im Zeitraum vom 17. bis 23. Juli eine Entwicklung, welche die Großwetterlage nachhaltig verändern kann. Zunächst ist der Ablauf dem der letzten Wochen sehr ähnlich. Warme Tiefdruckvorderseite, unwetterartige Übergangswetterlage, nachfolgend kühle Rückseite und mit einem Hochdruckkeil folgt wieder eine kurze stabile Sommerwetterlage nach.
So strebt der Hochdruckkeil des Azorenhoch vom 16. bis 18. Juli in Richtung Mitteleuropa, wird aber zum 18. Juli von einem Tiefdruckgebiet, welches auf dem Atlantik in Richtung Azoren zieht, unterbrochen. In Folge daraus zieht sich das Azorenhoch weiter nach Westen zurück und über Deutschland kann sich ein Teil der Hochdruckbrücke zu einem autarken Hochdrucksystem weiterentwickeln. Das Hochdrucksystem verlagert sich bis zum 22. Juli weiter in Richtung Skandinavien, während die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter an Intensität zunehmen kann.
Deutschland, die Schweiz und auch Österreich gelangen durch die Konstellation der Wettersysteme zueinander in eine südliche Anströmung der Luftmassen, was eine neue sommerliche Hitzewelle im Zeitraum vom 19. bis 21. Juli in Aussicht stellt. So werden an diesen Tagen von den Wettermodellen Temperaturen von +25 bis +30 Grad und örtlich bis +34 Grad berechnet.

Stabiles Sommerhoch?

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in der letzten Julidekade ein sommerlich stabiles Hoch über Mitteleuropa entwickeln kann, ist zwar grundsätzlich nicht auszuschließen und mit der Absplittung eines autarken Hochdruckkerns aus der Hochdruckbrücke nicht unwahrscheinlich, aber in der Gesamtbetrachtung der Wetterentwicklung des bisherigen Sommers weniger wahrscheinlich. So ist die Tiefdruckaktivität nach dem Simulationen der Wettermodelle auf dem Atlantik als hoch zu bezeichnen und den Tiefdrucksystemen gelingt es den hohen Luftdruck über Skandinavien nach Osten wegzudrücken, sodass Deutschland, die Schweiz und Österreich in den Einflussbereich der Tiefdruckgebiete gelangen können.
So berechnet das amerikanische Wettermodell vom 21. bis 29. Juli ein Tiefdruckzentrum im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien. Gleichzeitig baut sich von der Mittelmeerregion über das östliche Europa ein Hochdruckgebiet auf, während sich das Azorenhoch weit nach Westen zurück zieht. Dadurch entsteht ein südliches bis südwestliches Zirkulationsmuster, was die Neigung zu Schauern und Gewitter hoch und die Temperaturen im sommerlichen bis hochsommerlichen Bereich belassen kann. Aufgrund der feucht-warmen Luftmassen steigt auch das Unwetterpotential im letzten Julidrittel wieder an.
In der Zusammenfassung ist zum aktuellen Stand bis Ende Juli 2017 kein stabiles Sommerhoch zu erwarten, dafür aber schwül-warme Sommertemperaturen, welche von Schauern und Gewittern begleitet werden können. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter August 2017.

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 13.07.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

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