Die kommenden Tage bleiben mit kräftigen Schauern und Gewittern turbulent und ein örtliches Unwetterpotential kann nicht ausgeschlossen werden. Erst zum Start in die neue Woche beruhigt sich mit zunehmenden Hochdruckeinfluss das Wetter und im Schwerpunkt über dem Süden kommt auch häufiger die Sonne zum Vorschein, während über dem Norden immer wieder Wolkenfelder mit vereinzelten Niederschlägen vorüberziehen können. Die Temperaturen bleiben auf einem hohen Niveau und können bis zur Wochenmitte mit +20 bis +25 Grad, örtlich bis +27 Grad auf sommerliche Werte ansteigen.

Bleibt das sommerlich warme Wetter erhalten?

Ein sprunghafter Temperaturanstieg ist meist nicht von langer Dauer, da er in den meisten Fällen von einer Tiefdruckvorderseite verursacht wird. Das ist auch nach den jüngsten Vorhersagen der Wettermodelle wohl der Fall, als dass sich das Tiefrucksystem zwischen Island und England ab den 16. Mai weiter nach Osten verlagern und dabei die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa abbauen kann. Gleichzeitig aber entsteht auf dem Atlantik ein weiteres Hochdrucksystem und baut sich bis zum 19. Mai im Bereich zwischen Island, England und den Azoren auf. Somit sind die idealen Voraussetzungen gegeben, um dem kurzen Sommerwetter ein Ende zu bereiten. Im Verbund beider Systeme können kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden, welche wohl zum 19. und 20. Mai auch Deutschland erreichen können. Ob die kühleren Luftmassen dabei ganz Deutschland beeinflussen können, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten, über dem Norden von Deutschland ist das allerdings schon sehr wahrscheinlich geworden. Mit welchen Temperaturen ist zu rechnen? Simuliert werden am 20. Mai wenig sommerliche Werte zwischen +10 bis +15 Grad über dem Norden und bis +18 Grad über dem Süden.

Weitere Aussichten auf Christi Himmelfahrt, bzw. Vatertag am 25. Mai 2017

Es gibt für den Zeitraum vom 20. bis 25. Mai noch eine Vielzahl an Entwicklungsvarianten, welche sich auch in den sog. Kontrollläufen widerspiegeln. Seit gestern ist aber ein verhaltener Temperaturtrend in den Simulationen zu beobachten. Nichtsdestotrotz sind die folgenden drei Weiterentwicklungen um den Vatertag am 25. Mai zum heutigen Stand am wahrscheinlichsten:

  • Das Hochdrucksystem bleibt westlich von Europa, so dass im Verbund mit dem Tief über Skandinavien weiterhin kühle Luftmassen nach Süden geführt werden können. Das gibt dem Strömungsmuster Zeit, sich weiter nach Süden auszudehnen und sich zudem auch zu festigen, was eine Heranführung kühler Luftmassen über ganz Deutschland bis zum 25. Mai wahrscheinlicher macht.
  • In der zweiten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik relativ rasch bis über Mitteleuropa und kann für einen sommerlich warmen und trocken Wettercharakter sorgen.
  • Die dritte Variante ist abwechslungsreich, bei der sich über Deutschland Hoch und Tiefdruckgebiete rasch abwechseln können. So wären neben warmen und trockenen Tagen auch kühlere und unbeständigere Tage möglich.

Was den Temperaturtrend anbelangt sind sich die Kontrollläufe weitgehend einig, und hat wenig mit dem Sommer zu tun. Einigkeit besteht über den Temperaturanstieg bis zum 18. Mai, darüber hinaus normalisieren sich die Temperaturwerte gegenüber dem langjährigen Mittelwert und können ab dem 22. Mai auch knapp darunter liegen. Die Niederschlagsneigung ist ab dem 20. Mai durchweg als positiv (zu nass) zu bezeichnen und deutet zum heutigen Stand auf eine höhere Wahrscheinlichkeit der ersten Variante hin. Deutlicher zeigt sich die Temperaturentwicklung rund um den Vatertag im nachfolgenden Diagramm:
Diagramm Temperaturen Vatertag 2017 vom 12. Mai

Wie sich das Wetter darüber hinaus weiterentwickeln kann und ob ein sommerlicher Start in den Juni möglich ist, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Pfingstwetter 2017.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!