Wetter: Der Winter macht sich mit Schneefall und Dauerfrost über dem Norden und Osten bemerkbar

| M. Hoffmann
Über dem Norden und Osten ist Schneefall und Dauerfrost möglich © Martin Bloch

Winterliche Luftmassen gelangen aus östlichen Richtungen nach Deutschland und bauen eine Luftmassengrenze auf, die quer über das Land verläuft. Über dem Norden und Osten ist verbreitet mit Dauerfrost und zeitweiligem Schneefall zu rechnen.

Ein Sturm zieht heute über Deutschland auf und sorgt über den Küsten von Nord- und Ostsee für stürmische Windböen. Weiter nach Süden ist der Wind nicht mehr ganz so wild, kann aber mit kräftigen Windböen die eine oder andere Frisur durcheinanderbringen. Der Wind treibt ein Niederschlagsfeld von West nach Ost, das bis zum Nachmittag eine Linie westlich von Hamburg und Dresden erreicht und sich nach Nordosten abschwächt. Trocken bleiben wird es voraussichtlich nördlich einer Linie von Kiel und Berlin. Die Temperaturen gehen nördlich einer Linie von Münster und Dresden auf +5 bis +10 Grad zurück und können über dem Südwesten +12 bis +14 Grad erreichen. Örtlich können bis +16 Grad möglich sein.

Luftmassengrenze mit Schneefall und Ausbildung einer Schneedecke

Das Sturmtief vom Donnerstag wird am 18. und 19. November (Fr. und Sa.) über Deutschland blockiert und weicht kaum von der Stelle. Zur gleichen Zeit gelangen aus östlichen Richtungen kalte Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen östlich einer Linie von Münster und dem Bayerischen Wald auf -2 bis +2 Grad zurückgehen lassen kann. Über diesen Regionen ist insbesondere am Samstag mit Dauerfrost zu rechnen. Weiter nach Westen steigen die Temperaturen auf +4 bis +8 Grad an und können über dem äußersten Westen bis +10 Grad erreichen. Kommt es am Freitag noch zu zahlreichen Schauern, so konzentrieren diese sich am Samstag mehr an der Luftmassengrenze, die zwischen Köln und Nürnberg verlaufen kann. Südlich der Luftmassengrenze ist mit Regen und nördlich davon mit Schneefall zu rechnen. Mit der Ausbildung einer Schneedecke ist zu rechnen und kann mancherorts zu Neuschneemengen von 1 bis 5 und örtlich bis 10 cm führen (Schneeprognose). In den Nächten sinken die Werte über dem Osten und Nordosten auf -2 bis -6 Grad und über dem Rest von Deutschland auf -1 bis +5 Grad ab.

Dauerfrost über dem Norden und Osten

Die Schauer lassen am 20. November (So.) nach und bei auflockernder Bewölkung sind kurze sonnige Abschnitte möglich. Nördlich einer Linie von Kiel und Dresden kann die Sonne auch für längere Zeit zum Vorschein kommen. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie von Münster und Zwickau kaum mehr die Null-Grad-Marke, was über dem Norden und Osten verbreitet zu Dauerfrost führen kann. Die Schauer gehen überwiegend als Schneeschauer nieder. Weiter nach Süden erreichen die Temperaturen +5 bis +8 Grad und mit Sonnenschein sind bis +10 Grad möglich. Zum Nachmittag verdichtet sich von Westen die Bewölkung und in die erste Nachthälfte hinein dehnt sich westlich einer Linie von Köln und München ein Niederschlagsfeld aus. Verbreitet geht der Niederschlag in flüssiger Form nieder, doch nach Osten kann sich auch Schnee mit untermischen. Der Wind kommt schwach aus südlichen und frischt nach Norden stark böig aus östlichen Richtungen kommend auf.

Schauerwetter

Die Temperaturen sinken in der Nacht auf den 21. November (Mo.) über dem Norden und Osten auf -1 bis -6 Grad ab und über dem äußersten Osten können bis -8 Grad möglich sein. Über dem restlichen Deutschland pendeln sich die Tiefstwerte auf +0 bis +5 Grad ein. Schauer können bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. In der ersten Tageshälfte zeigt sich der Himmel meist stark bewölkt und mit weiteren Schauern ist zu rechnen, die auch am Nachmittag für Abwechslung sorgen, doch sind zwischendurch auch sonnige Abschnitte möglich. Über Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schwanken die Tageshöchstwerte zwischen +1 und +4 Grad. Weiter nach Süden steigen die Temperaturen bei schwachen Winden aus unterschiedlichen Richtungen auf +4 bis +8 Grad an.

Hochdruckaufbau

Am 22. November (Di.) lässt die Schauertätigkeit nach und die sonnigen Abschnitte mehren sich zum Nachmittag. Der Tag beginnt mit -3 bis +3 Grad vor allem über den östlichen Bundesländern verbreitet frostig. Am Tage verbleiben die Temperaturen nördlich einer Linie von Bremen und Dresden mit +0 bis +4 Grad im nasskalten Bereich und steigen nach Süden auf +4 bis +8 Grad an. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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