Die kühle Temperaturphase im letzten April-Drittel bestätigt sich in den Simulationen der Wettermodelle auch heute mehrheitlich. Unter bestimmten Voraussetzungen wären sogar Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen (s. Wetterprognose Frühling).

Diese kühle Temperaturphase hält nach den gängigsten Varianten des amerikanischen Wettermodells noch bis Ende April an, schwächt sich jedoch allmählich ab. Schaut man sich das dazugehörige Zirkulationsmuster an, so zeigt sich Ende April, Anfang Mai eine Mäandrierung der Gradienten (Verschlungen, schwach ausgeprägte Gradientenstruktur). Die dazugehörige Großwetterlage besteht aus einem Hoch im Bereich Azoren und England, einem weiteren Hoch über dem westlichen Russland und einem Tiefdrucksystem, welches sich zwischen beiden Hochdrucksystemen behaupten kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden sich demnach Anfang Mai noch im schwachen Tiefdruckgradienten befinden, was zu einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung bei mäßig milden bis frischen Temperaturen führen kann.

Die Kontrollläufe simulieren Ende April/Anfang Mai einen leicht positiven Temperaturverlauf, welcher mit seinem Mittelwert aber noch immer unter dem Jahreszeit-typischen Wert liegen kann (+12/+14 Grad). Wie stehen die Wahrscheinlichkeiten zueinander? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+18) / zu warm (>+18), liegen am 27. April bei 70/15/15 und am 2. Mai bei 55/25/20 und verdeutlichen zum aktuellen Stand, wie nachhaltig die Abkühlung sein könnte, zum Mai hin aber langsam positiver verlaufen kann.

Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose Mai kaum Veränderungen gegenüber den letzten Tagen. So liegt die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im weitgehend normalen Bereich und die Niederschlagserwartung zeigt gegenüber dem Sollwert kaum Auffälligkeiten - könnte in der Tendenz aber leicht positiv ausfallen (etwas zu nass).

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