Nach der turbulenten und teils stürmischen Wochen sinken die Temperaturen am Freitag kurzzeitig ab, was bis in tiefere Lagen für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer - örtlich auch mit Gewitter - führen kann. Doch bereits am Wochenende zeigt sich mit einer zunehmend südwestlichen Grundströmung wieder ein ansteigen der Temperaturen, welche bis zum 28. Februar über dem Süden bis auf +12/+16 Grad ansteigen könnten. Mit anderen Worten scheint sich der Winter bis Ende Februar nicht mehr durchsetzen zu können (Details unter Wettervorhersage Winter).

Schaut man sich die dazugehörige Großwetterlage an, so liegt die atlantische Frontalzone Ende Februar zwischen Island und Skandinavien, während das Azorenhoch eine Hochdruckbrücke bis über das östliche Mittelmeer aufbauen kann. In Folge dessen gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 27./28. März in eine relativ milde Vorderseitenanströmung der Luftmassen aus südwestlichen Richtungen.

Anfang März kommt die atlantische Frontalzone nach den Berechnungen beider Wettermodelle weiter nach Osten voran und kann sich bis zum 3. März über dem skandinavischen Raum positionieren. Im gleichen Zeitraum aber strebt das Azorenhoch mit einem Keil in Richtung Island/Grönland und kann die nachfolgende Tiefdruckrinne bereits auf dem Atlantik blockieren. In Folge daraus kann das Strömungsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren, was die Zufuhr kälterer Luftmassen aus nördlichen Richtungen ermöglichen kann.

Wie ist ein kühler Start in den März einzuschätzen? Die Varianten der Kaltlufteinschübe aus nördlichen Richtungen waren bereits in den letzten Tagen immer wieder Bestandteil der Berechnungen der Wettermodelle, jedoch waren Jahreszeit-typische Temperaturen wahrscheinlicher. Seit gestern berechnet das amerikanische Wettermodell wiederholt eine meridionale Grundausrichtung des Zirkulationsmuster über Mitteleuropa, was einen kühlen bis normal temperierten Start in den März grundsätzlich einmal wahrscheinlicher macht. Die Kontrollläufe jedoch stützen den kälteren Hauptlauf des amerikanischen. Wettermodells nicht und weisen ein Mittelwert des Temperaturspektrums bspw. am 2. März von +6/+9 Grad aus. Mit anderen Worten bleibt ein Jahreszeit-typischer Start in den März wahrscheinlicher als zu kalte Varianten.

Nichtdestotrotz kann - auch Aufgrund des möglicherweise meridionalen Grundmusters - eine kältere Episode im März nicht ausgeschlossen werden. Was die Ursachen hierfür sind und ob es noch zu einem "März-Winter" kommen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Frühling und Sommer 2017.

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