Der Juni verabschiedet sich mit einer spürbaren Abkühlung und bestätigt somit seinen bislang dominanten Wettercharakter eines Auf und Ab der Temperaturen mit phasenweise kräftigen Niederschlägen. Auch in der kommenden Woche können die Niederschläge wieder Unwetterpotential erreichen. So steigen die Temperaturen bis zur Wochenmitte auf hochsommerliche Werte an, fallen aber zum Ende des Juni auf kühle +16 bis +22 Grad zurück. Es kann also wieder kräftig durchgelüftet werden.

Ein Tiefdrucksystem sorgt Anfang Juli für einen Wetterwechsel

Verantwortlich für den turbulenten Wochenverlauf beim Wetter ist ein Tiefdrucksystem, welches Anfang der Woche über England entsteht und sich bis zum 1. Juli über die Ostsee verlagert haben kann. Rückseitig strömen kühlere Luftmassen nach Deutschland und gleichzeitig ermöglicht die Verlagerung nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells den Nachzug der Tiefdruckrinne auf einer südlicheren Zugbahn, was die Temperaturen bis zum 3. Juli noch weiter absinken lassen kann. Simuliert werden zum heutigen Stand am kühlsten Tag - dem 3. Juli - Höchsttemperaturen von +13 bis +18 Grad, welche über den östlichen Regionen auch knapp über +20 Grad erreichen können. Sommertemperaturen sehen aber definitiv anders aus. Im Zeitraum darüber hinaus gelingt es nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells dem Azorenhoch einen Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa aufzubauen, was die Temperaturen im Zeitraum vom 4. bis 6. Juli wieder in den Bereich über der +20 Grad Marke ansteigen lassen kann.

Das europäische Wettermodell berechnet eine gemäßigte Variante der Abkühlung vom 1. bis 4. Juli, bei der der Tiefpunkt am 4. bzw. 5. Juli erreicht sein kann. Nach dieser Simulation zeigt sich ebenfalls ein rascher Hochdruckaufbau, jedoch mit dem Bereich zwischen Island und Mitteleuropa anders gelagert, was die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik blockieren und somit den Nachschub an Niederschlägen unterbinden kann.

Kontrollläufe: Gemäßigter Juli

Das der Wetterwechsel Ende Juni / Anfang Juli kommen wird, wird auch heute von den Kontrollläufen mehrheitlich berechnet, was die Eintreffwahrscheinlichkeit für dieses Ereignis erhöht. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +15 bis +23 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden und +19 Grad über dem Süden) und am 5. Juli zwischen +16 bis +27 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden und +21 Grad über dem Süden). So fällt der Zeitraum bis zum 4./5. Juli mit hoher Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kühl aus, zeigt aber bis zum 5. Juli eine allmähliche Normalisierungstendenz auf. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen im Juli 2017 vom 25.06.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Juli 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Welche Auswirkungen das auf die weitere Wetterentwicklung im Sommer 2017 haben kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend.

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