Das Hochdrucksystem, welches in dieser Woche für Temperaturen von verbreitet +25/+30 Grad verantwortlich ist, schwächt sich bereits zum kommenden Wochenende ab und lässt den höheren Einfluss von Tiefdruckausläufern über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu, so dass die Werte wieder auf ein Jahreszeit-typisches Niveau bei einem unbeständigen Wettercharakter zurückgehen können (s. Wetter Juni 2016 | Wetter Sommer 2016).

Der Grund für die nur kurze sommerliche Temperaturphase ist der nicht sonderlich stabile Hochdruckkeil, welcher sich - je nach Simulation - nach Osten abdrängen, oder in schwacher Position sich von den Azoren bis nach Deutschland erstrecken kann. Das ermöglicht eine westliche bis nordöstliche Anströmung der Luftmassen, welche bis Ende Juni für warme bis mäßig warme Temperaturen bei einem unbeständigen Wettercharakter verantwortlich sein können.

Wie wird das Wetter Anfang Juli 2016? Zum heutigen Stand simulieren die Wettermodelle im Ansatz ein erneutes Hochdrucksystem, welches sich im Bereich zwischen der Mittelmeerregion und Skandinavien aufbauen könnte, jedoch ist der "Drift" der atlantischen Frontalzone zu stark, als dass sich ein stabiles Hochdrucksystem daraus entwickeln könnte. So ist nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells in den ersten Juli Tagen eher mit einem unbeständigen und mäßig warmen bis warmen Wettercharakter zu rechnen.

Betrachtet man das Jahreszeit-typische Spektrum, so bewegt sich die Simulation des amerikanischen Wettermodells in diesem Bereich. Bestätigung für eine wechselhafte und mäßig warme bis warme Wetterlage kommt von den Kontrollläufen, welche den Mittelwert des Temperaturspektrums am 1. Juli mit +22/+23 Grad und am 5. Juli mit +21/+22 Grad im durchaus Jahreszeit-typischen Bereich berechnet. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine mäßig hohe Neigung zu Schauern, welche bis zum 5. Juli eine nachlassende Tendenz aufweisen.

Gibt es denn auch andere Varianten? Die gibt es und zeigen, dass auch ein sommerlicher Wettercharakter für Anfang Juli nicht auszuschließen, dieser aber zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich ist. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), welche am 30 . Juni bei 15/40/45 und am 5. Juli bei 20/60/20 liegen und den Temperaturtrend zu Jahreszeit-typischen Werten im ersten Juli-Drittel mehrheitlich bestätigt.

Das Langfristmodell berechnet für das Wetter Juli 2016 weiterhin - sowohl bei der Temperatur, als auch beim Niederschlag - keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert. Anders formuliert ist nach der Simulation des Langfristmodells mit einem durchschnittlichen Wetterverlauf im Juli zu rechnen.

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