Ein sommerlicher Grundcharakter ist in den kommenden Tagen kaum zu erwarten, erst ab der Wochenmitte zeigt der Temperaturtrend langsam - aber durchaus stetig - nach oben. Der Grund für den vorsichtig positiven Temperaturverlauf ist eine Drehung der Tiefdruckachse von West-Ost auf Südwest-Nordost, so dass Deutschland in den südwestlich orientierten Strömungsgradienten gelangen kann, welcher jedoch weiterhin von Tiefdrucksystemen dominiert wird. In Ansätzen zeigt sich auch heute in der Simulation des amerikanischen Wettermodells eine Achsverschiebung auf südliche Richtungen, bei der sich über Mitteleuropa zum Monatsende, bzw. zum Start in den Juli ein Hochdrucksystem aufbauen kann. Das hätte bei einem Eintreffen der Simulation sehr warme - teils heiße - Temperaturen zwischen dem 30.Juni/3. Juli zur Folge. Allerdings erweist sich diese Hochdruckstruktur bis zum 5. Juli - Aufgrund der fehlenden unterstützenden Systeme - als instabil und "driftet" über Mitteleuropa in Richtung Westen ab, so dass die gesamte Zirkulationsstruktur mäandrieren kann (vereinf. nicht West-Ost, sondern "Verschlungen", komplex und schwachgradientig). Was wäre die Folge daraus? Im schwachgradientigen Umfeld können sich die Temperaturen im warmen Bereich behaupten und im Niederschlagsverhalten wird es darauf ankommen, wie sich das Hoch letztlich positionieren kann. Geht es nach den Kontrollläufen, so wird im Zeitraum 1./5. Juli eine positive Temperaturentwicklung favorisiert. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +15/+29 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad) und am 5. Juli zwischen +15/+29 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad). Anders ausgedrückt zeigt der Temperaturtrend - passend zum Beginn der Sommerferien in NRW - heute mit höherer Wahrscheinlichkeit in Richtung sommerliche Verhältnisse. Blickt man auf die Niederschlagsentwicklung, so zeigt sich in der Simulation der Wettermodelle eine vom 1. Juli bis 5. Juli zunehmende Niederschlagserwartung, so dass von stabilen Wetterverhältnissen zum heutigen Stand (noch) nicht ausgegangen werden kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 4. Juli bei 15/30/55 und tendieren heute erstmals mehrheitlich in eine - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - zu warme Richtung.

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