Wetter: Zum Ende der Woche zunehmend winterlich

| M. Hoffmann
Die Schneefallgrenze sinkt zum Ende der Woche bis auf tiefere Lagen ab

Tiefdruckausläufer streifen in den kommenden Tagen Deutschland und sorgen für einen unbeständigen Wettercharakter. Ab Mitte der Woche gelangen aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland und sorgen für einen zunehmend winterlichen Charakter.

Ein schwaches Tiefdrucksystem dreht sich heute über Deutschland ein und sorgt im Schwerpunkt entlang eines Streifens von Nordrhein-Westfalen und Sachsen/Mecklenburg-Vorpommern für zeitweilige Niederschläge, die bei Temperaturen von +2 bis -2 Grad teils als Schnee und teils als Regen niedergehen können. Oberhalb etwa 400 Meter wird es winterlich. Weiter nach Süden lässt die Niederschlagstätigkeit nach und direkt am Alpenrand sind kurze sonnige Momente nicht auszuschließen, sonst ändert sich am trüben Wettercharakter wenig. Die Temperaturen erreichen allgemein +2 bis +6 Grad.

Von Norden etwas Sonnenschein

Der Wind frischt am 6. und 7. Dezember (Di. und Mi.) auf westlichen Richtungen kommend böig auf. Bei überwiegend starker Bewölkung ist mit gelegentlichen Schauern zu rechnen, deren Schwerpunkt nördlich einer Linie von Köln und Dresden liegen kann. Die Temperaturen erreichen +1 bis +5 Grad und können über dem Nordwesten auf bis +7 Grad ansteigen, sodass die Schauer als Schnee-, Schneeregen-, Graupel oder Regenschauer niedergehen können. Zwischendurch sind sonnige Abschnitte möglich, während es über der Südhälfte meist grau und trüb bleibt.

Nasskaltes Dezemberwetter

Von Norden setzten sich am 8. Dezember (Do.) Luftmassen arktischen Ursprungs durch. Die Bewölkung verdichtet sich bereits in der Nacht auf Donnerstag und trübt den Sonnenschein nördlich einer Linie von Köln und Dresden bis zum Nachmittag vollständig ein. Nachfolgend setzt Niederschlag ein, der bei Temperaturen von +0 bis +4 Grad als Schnee, Schneeregen oder Regen niedergehen kann. Oberhalb etwa 200 bis 400 Meter kann mit der Ausbildung einer Schneedecke gerechnet werden. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf und sollten die Nebel- und Hochnebelfelder auch auflösen können, wäre bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad ein verbreitet sonniger Dezember-Tag über Baden-Württemberg und Bayern möglich. Der Wind kommt schwach bis böig aus südlichen bis westlichen Richtungen.

Zunehmend winterliche Wetterverhältnisse

Am 9. und 10. Dezember (Fr. und Sa.) werden aus südlichen Richtungen feuchte Luftmassen nach Norden geführt, während von Norden kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Süden drängen. Die Temperaturen pendeln sich nördlich einer Linie vom Saarland und Sachsen auf +1 bis -1 Grad ein und erreichen über dem Süden +2 bis -1 Grad. Hinzu kommt zeitweiliger Niederschlag, der ab Freitagnachmittag bevorzugt über Baden-Württemberg und Bayern einsetzt und sich bis Samstagabend nach Norden ausdehnt. Schneefall und winterliche Wetterbedingungen sind bis auf tiefere Lagen herab möglich. Richtig winterlich wird es aber wohl erst oberhalb etwa 200 bis 400 Meter werden können. Simuliert werden Neuschneemengen von 2 bis 6 cm und örtlich bis 15 cm.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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