Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 15.11.2018 - Nasskaltes Herbstwetter oder Vollwinter? Eine spannende Wetterentwicklung zeichnet sich ab

Starkschneefall oder nur nasskaltes Herbstwetter? Die Entwicklung der Großwetterlage zeigt sich in der kommenden Woche äußerst komplex und wenige hundert Kilometer können zwischen nasskaltem Herbstwetter und tief-winterlichen Wetterverhältnissen entscheidend sein.

Der stramme Wind aus östlichen Richtungen führt in den kommenden Tagen zunehmend kalte Luftmassen kontinentalen Ursprungs nach Mitteleuropa. So sinken die Werte bis zum Start in die neue Woche auf +1 bis +7 Grad in den einstelligen Bereich ab. Niederschläge sind zunächst nicht zu erwarten und nach teils zäher Nebelauflösung kommt häufiger die Sonne zum Vorschein.

Ab Sonntagnachmittag aber verdichtet sich von Nordosten die Bewölkung und über Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist mit etwas Niederschlag zu rechnen. Teils als Schneeregen, teils als Regen. Am Montag und Dienstag aber breiten sich die Wolken weiter nach Westen aus und können über ganz Deutschland für eine erhöhte Schauerneigung sorgen. Teils als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer, teils aber auch als Regenschauer. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2018.

Schneeschauer bleiben zum Beginn der kommenden Woche ein Thema - kommt jetzt der Winter?
Schneeschauer bleiben zum Beginn der kommenden Woche ein Thema - kommt jetzt der Winter?

Wettertrend 14 Tage

Amerikanisches Wettermodell: Komplexe Großwetterlage

Statt für Klarheit zu sorgen, zeigt sich die aktuelle Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells äußerst komplex. Diese Entwicklung wurde in den letzten Tagen bereits besprochen und endet nicht selten in einem sehr ereignisreichen Wettercharakter. Aber der Reihe nach.

Zwischen Starkschneefall und nasskalten Herbstwetter

Tageswerte von +1 bis +7 Grad sind mit winterlichen Wetterverhältnissen nicht gleichzusetzen - das fällt eher in die Kategorie nasskaltes Herbstwetter. Zum 21. November berechnet das amerikanische Modell einen Tiefdruckwirbel über der Mittelmeerregion, welcher sich aufgrund der Temperaturgegensätze rasch verstärken und über Österreich, Ungarn und Polen über den Osten nach Norden zieht. Das ist der in den letzten Tagen angedeutete - mögliche - Ansaugmotor der Kaltluftmassen. Liegt dieses Tief aber nur wenige Kilometer weiter westlich, so kann es mild werden. Liegt er weiter über dem Osten, können Starkschneefälle für tief winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Und in diesem Spektrum bewegt sich heute das amerikanische Modell.

Zum aktuellen Stand wird das Hochdrucksystem am 21. November zwischen Island und Skandinavien berechnet. Das Tiefdrucksystem zieht über die östlichen Alpen bis zum 22. November von Ost nach West über Deutschland hinweg und kann in den mittleren und höheren Lagen einiges an Neuschnee niedergehen lassen (Schneeprognose). Zum 23. November aber nimmt das Tief eine westliche Position ein und führt auf seiner Vorderseite wärmere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei Tageswerten von +1 bis +6 Grad bleibt es bei einem nasskalten Wintergeplänkel.

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Hoch Island/Grönland kann den Winter nach Deutschland führen

Das ist im Grunde die seit Tagen favorisierte Wetterentwicklung. Das Hochdrucksystem verlagert sich zum 24. November weiter nach Westen und festigt seine Position zwischen Island und Grönland. Die atlantische Frontalzone wird vollständig blockiert und mit einem Tief über der Barentssee werden sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprung nach Süden geführt, welche zum 27. November auch Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen können.

Winterlich kalt?

Wie kalt kann es werden? Simuliert werden bspw. für den 28. November Tageshöchstwerte von -4 bis +1 Grad. Solche Temperaturen haben mit dem Winter schon mehr gemeinsam. Dazu bläst ein ordentlicher und kräftiger Wind aus nördlichen Richtungen und hin und wieder ist auch mit Schneefall zu rechnen. Die Ausbildung einer Schneedecke erscheint möglich. Doch Skepsis ist hinsichtlich dieser Simulation weiterhin angebracht - das zeigt die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells.

Eine komplexe Entwicklung der Großwetterlage mit winterlichen Folgen

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Eine komplexe Entwicklung der Großwetterlage mit winterlichen Folgen © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Zwischen Tief und Hoch entsteht eine Patt-Situation

War das europäische Wettermodell gestern noch ein Fürsprecher einer winterlichen Nordwetterlage, so kippten gestern Abend die Berechnungen in eine andere - völlig andere - Richtung um und wurden heute Morgen nochmals bestätigt.

Kein Islandhoch

Das Hoch advehiert zum kommenden Wochenende die kalte Festlandsluft. Anstatt es sich aber nach Island ausdehnt, zeigt sich das Mittelmeertief äußerst aktiv und etabliert eine Tiefdruckrinne von Neufundland bis über die Mittelmeerregion. Somit wird der Weg nach Island für das Hochdrucksystem blockiert. In Folge daraus entsteht über Deutschland eine Südostwetterlage, was in der Höhe milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann.

Hoch gegen Tief

Bedingt durch das Strömungsmuster möchte das Hoch gerne nach Westen und das Tief nach Osten und so stehen sich beide im Weg und blockieren sich. Bis zum 25. November berechnet das europäische Prognose-Modell ein kräftiges Tief auf dem Atlantik und ein ebenso kräftiges Hoch über Skandinavien. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten. Bei Temperaturen von +2 bis +9 Grad wären zeitweilige - meist leichte - Niederschläge möglich.

Das Hoch schafft den entscheidenden Sprung in Richtung Island nicht

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Das Hoch schafft den entscheidenden Sprung in Richtung Island nicht © www.meteociel.fr

Nasskaltes Herbst- oder kaltes Winterwetter?

Ja, was denn nun? Könnte man sagen. Wer sich aber mit der Meteorologie etwas näher beschäftigt, der weiß, dass grundsätzlich vieles möglich ist und es auf die Details ankommen wird. Hilfreich bleiben die Kontrollläufe, welche ein breites Spektrum abbilden und somit den Wettertrend festigen.

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Wenn es also um Wahrscheinlichkeiten geht, so hat ein nasskalter Wettercharakter über dem Norden und Westen sehr gute Karten. Bessere Karten hat hingegen der Winter über dem Süden und Osten. Das Temperaturspektrum liegt am 23. November zwischen -4 bis +9 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Westen, sonst +1 bis +2 Grad) und am 30. November zwischen -9 bis +9 Grad (Mittelwert: -1 bis +1 Grad über dem Norden, Osten und Süden und +2 Grad über dem Westen).

Amerikanisches Vorhersage-Modell zu kalt

Kommen wir zur oben angedeuteten Skepsis. Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells ist im Vergleich zu den Kontrollläufen ein deutlich zu kalter Ausreißer. Der Mittelwert der Kontrollläufe liegt dennoch um 1 bis 3 Grad unter dem langjährigen Mittelwert im zu kalten Bereich. Eine Skepsis hinter einer vollwinterlichen Wetterlage bleibt angebracht!

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 15.11.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Ob der Wettertrend Anfang Dezember in Richtung Winter oder nasskaltem Herbstwetter geht, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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