Auch heute ändert sich in den Simulationen der Wettermodelle für das verbleibende Wetter im September und Anfang Oktober nur wenig - der Trend bleibt hochdruckdominiert, was aber mit unterschiedlicher Positionierung des Hochdrucksystems zu einem unterschiedlichen Temperaturgefüge führen kann. In den gängigsten Varianten zeigt sich jedoch ein weitgehend normales bis leicht zu warmes Temperaturspektrum. So liegen die Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+19) / zu warm (>+20) am 3. Oktober bei 25/50/25 und am 7. Oktober bei 25/55/20. Sollte sich dieses Hochdruckszenario tatsächlich so einstellen, so kann man mit Hinblick auf die Statistik davon ausgehen, dass dieses Hochdruckszenario durchaus auch länger anhaltend sein kann und für die sog. Wettersingularität des "goldenen Oktober" spricht. Allerdings zeigt sich bei Hochdrucksystemen über den nördlichen Regionen auch immer die "Gefahr" einer Westwärtsverlagerung des Hochdruckkerns, in dessen Folge auf seiner Ostseite kühle bis kalte Luftmassen vom europäischen Nordmeer her angezapft und bis über Mitteleuropa geführt werden können. Nicht selten führen solche kurzweiligen Kaltlufteinschübe unter "günstigen" Voraussetzungen zu den ersten Schneeschauern (statistisch höhere Wahrscheinlichkeit im letzten Oktober-Drittel). Wie sehen die aktuellen Aussichten für die weitere Wetterentwicklung in den Wintermonaten aus? Auffällig in diesem Jahr ist die Zunahme an hohen Luftdruck über dem nördlichen Raum und dort insbesondere über Skandinavien, welches bei dem sog. El Nino Phänomen über der nördlichen Hemisphäre häufiger vorkommen und zu einen gestörtem Zirkulationsmuster führen kann (blockierte West-Ost Zirkulation). Einige Medien berichten - allein aufgrund des El Nino Phänomens - von einem eisigen "SHOCK- WINTER" (Daily Express), welcher in der Wintersaison 2015/16 zu erwarten wäre. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, ob man solchen reißerischen Überschriften auch tatsächlich glauben schenken mag denn es gilt auch zu berücksichtigen, dass selbst bei einer höheren Wahrscheinlichkeit für ein meridionalisiertes Zirkulationsmuster über der nördlichen Hemisphäre (Süd-Nord, Nord-Süd, Häufung von Trogwetterlagen) durch ein El Nino Phänomen es sehr wohl darauf ankommt, wie die Trogachsen im Detail verlaufen werden (es gibt auch die warme Trogvorderseite). Das Langfristmodell lässt sich nicht beirren und simuliert heute weiterhin mit einer Abweichung von +1/+3 Grad einen zu warmen Temperaturverlauf in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar gegenüber dem langjährigen Mittelwert.

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