Wetter Herbst Winter 2015/2016 - Wettertrend vom 22. September

Auch heute ändert sich in den Simulationen der Wettermodelle für das verbleibende Wetter im September und Anfang Oktober nur wenig - der Trend bleibt hochdruckdominiert, was aber mit unterschiedlicher Positionierung des Hochdrucksystems zu einem unterschiedlichen Temperaturgefüge führen kann. In den gängigsten Varianten zeigt sich jedoch ein weitgehend normales bis leicht zu warmes Temperaturspektrum. So liegen die Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+19) / zu warm (>+20) am 3. Oktober bei 25/50/25 und am 7. Oktober bei 25/55/20. Sollte sich dieses Hochdruckszenario tatsächlich so einstellen, so kann man mit Hinblick auf die Statistik davon ausgehen, dass dieses Hochdruckszenario durchaus auch länger anhaltend sein kann und für die sog. Wettersingularität des "goldenen Oktober" spricht. Allerdings zeigt sich bei Hochdrucksystemen über den nördlichen Regionen auch immer die "Gefahr" einer Westwärtsverlagerung des Hochdruckkerns, in dessen Folge auf seiner Ostseite kühle bis kalte Luftmassen vom europäischen Nordmeer her angezapft und bis über Mitteleuropa geführt werden können. Nicht selten führen solche kurzweiligen Kaltlufteinschübe unter "günstigen" Voraussetzungen zu den ersten Schneeschauern (statistisch höhere Wahrscheinlichkeit im letzten Oktober-Drittel). Wie sehen die aktuellen Aussichten für die weitere Wetterentwicklung in den Wintermonaten aus? Auffällig in diesem Jahr ist die Zunahme an hohen Luftdruck über dem nördlichen Raum und dort insbesondere über Skandinavien, welches bei dem sog. El Nino Phänomen über der nördlichen Hemisphäre häufiger vorkommen und zu einen gestörtem Zirkulationsmuster führen kann (blockierte West-Ost Zirkulation). Einige Medien berichten - allein aufgrund des El Nino Phänomens - von einem eisigen "SHOCK- WINTER" (Daily Express), welcher in der Wintersaison 2015/16 zu erwarten wäre. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, ob man solchen reißerischen Überschriften auch tatsächlich glauben schenken mag denn es gilt auch zu berücksichtigen, dass selbst bei einer höheren Wahrscheinlichkeit für ein meridionalisiertes Zirkulationsmuster über der nördlichen Hemisphäre (Süd-Nord, Nord-Süd, Häufung von Trogwetterlagen) durch ein El Nino Phänomen es sehr wohl darauf ankommt, wie die Trogachsen im Detail verlaufen werden (es gibt auch die warme Trogvorderseite). Das Langfristmodell lässt sich nicht beirren und simuliert heute weiterhin mit einer Abweichung von +1/+3 Grad einen zu warmen Temperaturverlauf in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar gegenüber dem langjährigen Mittelwert.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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