In der aktuellen Wettervorhersage für die kommende Woche zeigt sich ein typisch herbstlicher Grundcharakter. So kommt es bei gelegentlichem Niederschlag - welcher am Mittwoch unter bestimmten Voraussetzungen im Süden auch kräftiger und länger andauernd ausfallen kann - zwischendurch auch immer wieder zu etwas Sonnenschein und früh-morgendlichen Nebelfeldern. Erst zum Wochenausklang zeigt sich zunehmend die Sonne bei ansteigenden Temperaturen. Der Grund für den herbstlichen Witterungs- und Temperaturcharakter ist ein Tiefdrucksystem bei England, dessen Tiefdruckausläufer zeitweilig Deutschland erreichen. Anders noch als in den letzten Simulationen ist nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle ein Mittelmeertief weniger wahrscheinlich geworden, stattdessen verläuft die Tiefdruckrinne der atlantischen Frontalzone zwischen Neufundland, Island/England und dem westlichen Skandinavien. Gleichzeitig gelingt es dem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa eine Hochdruckverbindung zum Azorenhoch aufzubauen. Als Folge daraus stellt sich bis zum Freitag mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Südwestwetterlage ein, welche über dem Nordwesten generell eine höhere Niederschlagsneigung und kühlere Temperaturen als über dem Südosten zum Ergebnis haben kann. Für die verbleibenden Tage im September simulieren auch heute die Wettermodelle erneut einen Hochdruckaufbau über Mitteleuropa, welcher sich im Bereich zwischen Deutschland und Skandinavien positionieren kann. Sollten diese Berechnungen eintreten, so ist mit recht kühlen Nächten und früh-morgendlichen Nebelfeldern zu rechnen, welche sich tagsüber mit zunehmenden Sonnenschein auflösen können und die Temperaturen sich zumeist auf Werte um, bzw. über +20 Grad einpendeln können. Darin sind sich die Wettermodelle weitgehend einig und auch die Kontrollläufe bestätigen den Trend zu hohem Luftdruck mit einer abnehmenden Niederschlagsneigung im Zeitraum zwischen dem 25./30. September mehrheitlich. Im Temperaturverhalten zeigt sich jedoch noch ein breiteres Spektrum. So liegen die möglichen Werte bspw. am 27. September zwischen +9/+22 Grad bei einem Mittelwert welcher sich mit +16/+17 Grad durchaus im Jahreszeit-typischen Bereich befindet. In den letzten Tagen häufen sich die Anfragen per E-Mail - insbesondere mit der immer gleichen Fragestellung "Wann kommt der Winter?", bzw. "wann kommt der erste Schnee?". Vereinfacht ausgedrückt wäre statistische betrachtet der frühestmögliche Zeitpunkt für Schnee bis ins Flachland ab Oktober, wobei das meist in Form von kurzen Schauern passieren kann (von Winter kann man dabei noch nicht sprechen). Der Winter zeigt sich nach der Statistik schon häufiger zwischen dem 8./14. November, auch wenngleich das zumeist nur kurze Phasen sind - mehr dazu können Sie in der rechten Spalte unter "Wetter Fakten Winter" entnehmen. Soweit die Statistik. Geht es nach dem Langfristmodell, so werden die Monate von November bis einschließlich Februar mit einer Temperaturabweichung von +1/+3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert weiterhin als zu warm bis deutlich zu warm bei einer erhöhten Niederschlagsneigung eingestuft. Wie ist das zu bewerten? Das Langfristmodell ist eine Fortschreibung aktueller Simulationsläufe, welche mit zunehmender Zeitdauer entsprechend ungenauer werden und sich in ihrer Wetterprognose im Wesentlichen auf zu warm, zu kalt, normal, zu trocken, normal oder zu nass reduzieren lassen. Veränderungen sind mit zunehmender Zeitdauer sehr wahrscheinlich, gelten jedoch durchaus als wichtiges Indiz für die Langfristprognose und sollten auch als jene zu verstehen sein. Fraglich wird bleiben, wie sich die Randfaktoren wie QBO, Sonnenflecken, El Niño etc. auf die Wintermonate auswirken werden - aktuell sprechen die Randfaktoren weiterhin eher für einen normalen Temperaturverlauf im Winter (Details s. Wettertrend vom 15. September). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem ersten Wettertrend zum Wetter Oktober.

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