Zunächst wird es im Wochenverlauf zunehmend winterlich, wenngleich eine Schneedecke vornehmlich in Lagen oberhalb 300-500 Meter und etwa südlich einer Linie Köln - Dresden anzutreffen sein wird. Örtlich kann es in diesen Regionen je nach Höhenlage zwischen 5-30 cm Neuschnee geben. Zum Wochenende hin gehen die Temperaturen in den Dauerfrostbereich zurück und die Nächte können mit -1/-7 Grad, örtlich auch bis -13 Grad, eisig werden. Bleibt das Winterwetter über den 10. Februar hinaus erhalten? Da gehen die Simulationen der Wettermodelle unterschiedliche Wege, wobei sie Eines gemeinsam haben - Gradientenschwach. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass sich in der Höhe mildere Luft über die kalte Luft schieben kann, aber Aufgrund der fehlenden Durchmischung die wärmere Luft sich nicht bis in tiefere Lagen durchsetzen kann. Die Temperaturen sollten im Osten und Süden bis zum 15. Februar überwiegend im frostigen Bereich liegen, im Westen und Norden können diese am Tage auch knapp über 0 Grad steigen. Kommt noch Niederschlag hinzu? Grundsätzlich gibt es ab dem 8. Februar vermehrt Hochdruckeinfluss, wobei lokale und leichte Schneeschauer nicht ausgeschlossen sind. Ab dem 11. Februar mehren sich nach dem amerikanischen Wettermodell wieder die Niederschlagssignale. Was zeigt das europäische Wettermodell? Hier bleibt es bis zur Monatsmitte überwiegend winterlich mit neuen Schneeoptionen vor allem südlich der Mittelgebirge ab dem 11. Februar. Der Unterschied beider Wettermodelle zueinander liegt im wesentlichen der Position des sich bei Skandinavien entwickelnden Hochdrucksystem zum 10. Februar hin. Je nach Lage und Stärke bleibt das Winterwetter erhalten, oder lässt sich von der erneut ansteigenden Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik nach Osten ab drängen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so schiebt sich gar noch das sibirische Hoch bis in das östliche Skandinavien voran, blockiert aber - für Winterfreunde - in ungünstiger Lage die Kaltluftzufuhr - im weiteren Verlauf kippt das Ganze ab dem 15. Februar in Deutschland auf eine Südwest- bis Südwetterlage, so wie es bereits im Dezember 2012 schon einmal der Fall war. Das europäische Wettermodell sieht um den 15. Februar herum ein steuerndes Tiefdruckzentrum bei England, was über kurz oder lang eine "schleichende" Milderung in Deutschland zur Folge hätte. Die Kontrollläufe bestätigen im wesentlichen den oben beschrieben Wetterverlauf mit dem Trend zu einer Milderung ab dem 15. Februar. Was ist der Grund für diese Milderung? Im wesentlichen liegt die Begründung in der bereits des Ende Januar hin geendeten major warmings in der Poalrregion, dessen Auswirkungen etwa 7-14 Tage später in Form eines sich langsam normalisierenden Polarwirbels spürbar werden. Ist der Winter damit beendet? Damit sollte man noch vorsichtig sein, denn in den aktuellen Simulationen kann das skandinavisch/sibirische Hoch noch für Überraschungen gut sein. Im Laufe des Abends wird diese Wetterprognose aktualisiert.
Update:
Im Grunde sehen die Simulationen des amerikanischen und des europäischen Wettermodells ähnlich aus - beide sehen ein skandinavisch/sibirisches Hochdrucksystem - allerdings in unterschiedlichen Positionen. Das amerikanische Wettermodell verschiebt das Hochdruckszenario weg von Skandivanien gen Osten, so dass sich ab dem 13. Februar über Mitteleuropa eine "südliche Gammellage" bildet. Tagsüber knapp über 0 Grad bei teils trist grauem Himmel und örtlich etwas Sonnenschein. Das europäische Wettermodell positioniert das Hochdrucksystem weiter im Westen nach Skandinavien/England orientiert und geht eine Verbindung (Hochdruckbrücke) mit dem Azorenhoch ein - dazwischen schiebt sich ein Mittelmeertief - die Folge daraus: grauer Himmel, teils ergiebige Schneefälle im Süden und tagsüber weitestgehend Dauerfrost.

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