Ein Hochdrucksystem über England und ein Tiefdruckkomplex über Skandinavien sorgen über Ostern im Verbund zueinander für eine nördliche Grundströmung, was kalte Luftmassen bis nach Deutschland führen kann. So gehen die Temperaturen bei einem unbeständigen Wettercharakter allmählich zurück und erreichen am Ostermontag kalte +4/+10 Grad - die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 bis 1.300 Meter.

Aber es geht noch kälter: Die nördliche Anströmung der Luftmassen erreicht zum Dienstag und Mittwoch ihren vorläufigen Höhepunkt, was die Temperaturen nahe der Alpen auf bis 0 Grad absinken lassen kann. Aber auch sonst ist es mit +1/+6 Grad über dem Süden und bis +10 Grad über dem Norden für die Jahreszeit viel zu kalt. So sind Schneeschauer bis auf mittlere und Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen herab möglich. In den Nächten können die Tiefstwerte auf +2 bis örtlich -7 Grad absinken, was dann außergewöhnlich kalt ist und der Vegetation durchaus Schaden zufügen kann.

Schaut man sich die Entwicklung der Großwetterlage genauer an, so wird das Hochdrucksystem über England bis zum 26. April weitgehend stabil von den Wettermodellen berechnet. Das bedeutet für das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin eine für die Jahreszeit zu kalte Temperaturentwicklung, wenngleich die Werte von Tag zu Tag etwas ansteigen und bspw. am 26. April im Bereich zwischen +7/+12 Grad liegen können. Der Wettercharakter bleibt unbeständig, mit viel Niederschlag ist aber vorerst nicht zu rechnen.

Wetterumschwung Ende April möglich: Aber auch das stärkste Hoch verliert irgendwann seine Kraft und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das Hoch über England/Island abschwächt. Das amerikanische Wettermodell berechnet dies im Zeitraum vom 26./30. April. So gelingt es der atlantischen Frontalzone den hohen Luftdruck über England nach Süden über die Azoren weg zu drücken und sich selbst über England zu positionieren. In Folge dessen steigt die Niederschlagwahrscheinlichkeit über Deutschland an und mit einer entsprechenden Vorderseitenströmung aus südlichen bis südwestlichen Richtungen ist auch mit einer ansteigenden Temperaturkurve zu rechnen. Deutlicher lässt sich dieser positive Temperaturtrend im nachfolgenden Diagramm darstellen:
Diagramm der Temperaturentwicklung für das letzte April-Drittel vom 15. April 2017

Frühling zu warm, Sommer zu warm

Auch wenn es derzeit für die Jahreszeit viel zu kalt ist und der April 2017 nach den aktuellen Berechnungen des Langfristmodell mit einer Abweichung von -1,5/+0,5 Grad zu kalt ausfallen könnte, so zeigt sich mit einer durchaus positiven Temperaturentwicklung im Mai (Abweichung -0,5/+1 Grad) zusammen mit dem März (Abweichung +3,7 Grad) ein zu warmer Temperaturverlauf im Frühling.
Wenig anders die Berechnungen für den Sommer 2017. So werden die Monate Juni, Juni und August mit einer durchschnittlichen Abweichung von +0,5/+1 Grad im Trend leicht zu warm berechnet. In der Niederschlagsentwicklung zeigt sich über alle Monate hinweg eine leicht negative Entwicklungstendenz (zu trocken).
Diagramm für Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2017 vom 15. April 2017

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