Eine Abwechslungsreiche Wetterzeit steht in den kommenden Tagen bevor, welche aus Wettersicht wieder alles zu bieten hat. Von Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer über Gewitter bis hin zu stürmischen Böen und reichlich Niederschlag ist so ziemlich alles vertreten. Und auch die Temperaturen bewegen sich am Dienstag mit +1/+10 Grad und bis zu +10/+18 Grad am Samstag in einem äußerst breiten Spektrum, was eher an den April erinnert (Details s. Wetter März).

Hohe Wetteraktivität auf dem Atlantik

Der Grund für den wechselhaften Wettercharakter ist die atlantische Frontalzone, welche in den kommenden Tagen versucht, den Aufbau einer Hochdruckbrücke zwischen einem Hoch über dem westlichen Europa und den östlichen Russland zu unterbinden, was letztlich am kommenden Samstag mit einem weiteren Sturmtief gelingen könnte.

Amerikanisches Wettermodell: Wetteraktivität bleibt hoch - kühler Temperaturtrend

So gelingt es dem Hochdrucksystem nicht, sich über den Bereich Mitteleuropa und Skandinavien zu festigen. Stattdessen positioniert sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells die atlantischen Frontalzone zum 12. März über den skandinavischen Raum. Gleichzeitig weicht der hohe Luftdruck nach Westen aus und stellt seine Hochdruckachse zwischen den Azoren, Spanien, Island und Grönland steil nach Norden auf. In Folge der Konstellation der Wettersysteme zueinander kann das Zirkulationsmuster im Zeitraum vom 12./19. März meridionalisieren (Nord-Süd, Süd-Nord). So können Phasenweise kältere Luftmassen nach Deutschland gelangen, was die Schnee- und Frostgrenze bis auf mittlere Lagen absinken lassen könnte - winterliche Witterungsverhältnisse währen nach dieser Berechnung - zumindest zeitweise - nicht unwahrscheinlich.

Europäisches Wettermodell mit gemäßigt milden Prognosen

Das europäische Wettermodell berechnet keinen Durchbruch der atlantischen Frontalzone bis zum 12./13. März über Skandinavien. Stattdessen kann sich in dieser Simulation das Hochdrucksystem über dem westlichen Russland weiter nach Skandinavien ausdehnen und somit für die Zufuhr kühlerer Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen nach Deutschland sorgen. In Folge daraus wäre mit gemäßigt kühlen Temperaturwerten bei einem etwas beständigeren Wettercharakter zu rechnen.

Kontrollläufe sind sich im Wettertrend weitgehend einig

Die Kontrollläufe stützen - wie bereits seit Tagen - einen mehrheitlich kühlen Temperaturtrend im zweiten März-Drittel mit der Tendenz sich zum letzten März-Drittel zu normalisieren. So liegt das Temperaturspektrum am 14. März zwischen -1/+12 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad) und am 20. März zwischen +1/+17 Grad (Mittelwert: +8/+10 Grad). Deutlicher zeigt sich der relativ normale Temperaturtrend in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (< +3), normal (+4/+9), zu warm (>+10), welche am 16. März bei 30/60/10 und am 21. März bei 15/60/25 liegen können.

Langfristmodell mit Korrekturen für das Wetter im Frühling und Sommer 2017

Leichte Korrekturen zeigen die heutigen Wetterprognosen des Langfristmodells für den Frühling und Sommer. So wird zum heutigen Stand der März mit einer Abweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu mild und der April und Mai mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad leicht zu mild berechnet. In Summe ein zu warmer Temperaturtrend für den Frühling.

Für den Sommer zeigt sich mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad über den Juni, Juli und August eine leicht zu warme Temperaturentwicklung, so dass der Sommer im Schnitt ebenfalls leicht zu warm ausfallen könnte. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich die Monate März, Mai, Juli und August im Trend leicht positiv (zu nass), während der April und Juni leicht zu trocken ausfallen können.

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