Die Wettermodelle berechnen heute eine einheitlicher Wetterentwicklung für die ersten März-Tage, so dass der Zeitraum vom 1./4. März mit höherer Wahrscheinlichkeit unbeständig, teils windig bei durchaus Jahreszeit-typischen Temperaturverhältnissen ausfallen kann (weitere Details siehe Wetter März).

Ausgleichsverhalten durchaus mit Chancen

Der Grund hierfür ist die Ausdehnung der atlantischen Frontalzone bis über den skandinavischen Raum. In Folge daraus hat ein Hochdrucksystem Anfang März eine deutlich verringerte Wahrscheinlichkeit sich dort zu positionieren, was die Tiefdruckwetterphase im Umkehrschluss noch etwas länger anhalten lassen kann. Sollte sich die Frontalzone tatsächlich bis Anfang März über Skandinavien behaupten können, so wird das Ausgleichsverhalten in seiner Nachhaltigkeit zunehmend wahrscheinlicher.

Polarwirbel "instabil"

Betrachtet man die Simulationen der amerikanischen Wettermodells so zeigte sich heute Morgen und auch heute Nachmittag nur noch im Ansatz die Möglichkeit zur Ausbildung eines Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum, allerding ohne jedwede Substanz oder auch Nachhaltigkeit. Warum ist das so? Die Turbulenzen im Strömungsmuster nehmen zu. Deutlicher zeigt sich das in der Entwicklung des Polarwirbels in Form von Hochdrucksystemen, welche in Richtung Polarregion streben. In Folge daraus kann der Polarwirbel in seiner Struktur instabiler werden und entlang seiner Polarfront zu einer höheren Wellenbewegung neigen. Das ermöglicht wiederum eine höhere Wahrscheinlichkeit für meridionale Strömungsmuster und die Neigung zu sog. Trogwetterlagen.

Übergangswetter im ersten März-Drittel nicht unwahrscheinlich

Mit anderen Worten ist im Zeitraum vom 1./10. März durchaus mit einem Übergangswetter vom Winter in den Frühling zu rechnen. Dabei können sich durchaus auch mal mildere Tage (4./6. März) ergeben, der Trend bleibt aber überwiegend Jahreszeit-typisch und leicht unbeständig. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe zum heutigen Stand am 5. März zwischen +1/+15 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 11. März zwischen +0/+16 Grad (Mittelwert: +6/+9 Grad). Auffällig ist in den Kontrollläufen, dass der Süden milder als der Norden berechnet wird, wäre bei einer West-, bis Südwestwetterlage auch nicht weiter verwunderlich, denn mit einem Tiefdruckzentrum über Skandinavien wäre über dem Norden eine höhere Niederschlagsneigung als über Süddeutschland zu erwarten.

Der Trend des Langfristmodells

Das Langfristmodell berechnet für das Wetter März im Vergleich zum langjährigen Mittelwert weiterhin eine Temperaturabweichung von +1/+2 Grad im zu milden Bereich. Und trotz der möglicherweise unbeständigen Wetterphase Anfang März berechnet das Langfristmodell einen leicht zu trockenen Wettercharakter. Gut möglich, dass hier in den kommenden Tagen eine Korrektur vorgenommen wird. Für die weiteren Frühlingsmonate April und Mai werden mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad weitgehend normale Temperaturwerte berechnet, wenngleich der April im Trend auch leicht zu warm ausfallen könnte. In Summe wird das Wetter im Frühling 2017 nach dieser Simulation mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad leicht zu mild ausfallen können. Im Niederschlagsverhalten wird der April und Mai mit einer leicht positiven Tendenz berechnet, so dass der Frühling zwar leicht zu warm, aber in der Tendenz auch leicht zu nass ausfallen kann.

Und im Sommer? Für das Wetter Sommer 2017 berechnet das Langfristmodell zum heutigen Stand im Schnitt keine sonderlichen Abweichungen gegenüber den Sollwerten. Schaut man etwas genauer hin, so zeigt sich der August im Trend leicht zu warm und der Juni leicht zu nass.

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