Der Grundcharakter ist beim Wetter bis einschließlich dem Wochenende vielfach als sommerlich durchwachsen zu bezeichnen. So steigen die Temperaturen meist auf +20/+25 Grad und können örtlich auch +27/+30 Grad erreichen. Erst am Samstag nimmt von Westen her die signifikante Schauer- und Gewitteraktivität von Westen her zu und kann am Abend - unter weiterer Intensivierung - auch die östlichen Regionen erreichen, so dass ein örtliches Unwetterpotential zum heutigen Stand nicht auszuschließen ist (Details s. Wetter August 2016).

Das amerikanische Wettermodell simuliert für den Zeitraum vom 21./31. August in etwa den gleichen Aufbau der Großwetterlage wie in den letzten Tagen auch. Der hohe Luftdruck zwischen der Mittelmeerregion und Skandinavien verlagert sich über das westliche Russland und baut über das östliche Europa wieder eine Hochdruckverbindung zur Mittelmeerregion / Azorenhoch auf. In Folge daraus ist das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz südwestlich orientiert. Ob es im Detail sommerlich stabil und warm, oder wechselhaft unbeständig und mäßig warm werden kann, wird davon abhängen, wie sich das Hochdruckkonstrukt gegen die atlantische Frontalzone behaupten kann. In den gängigsten Varianten der Simulationen verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz im vom Hochdruck dominierten Bereich. Da die Grundströmung aber südwestlich ausgeprägt sein kann, ist über dem Nordwesten mit einem unbeständigeren und auch etwas kühleren Wettercharakter, als über dem Südosten zu rechnen.

Das europäische Wettermodell berechnet ein stabiles Hochdruckkonstrukt zwischen dem europäischen Nordmeer, Skandinavien, dem westlichen Russland, welches sich im Zeitraum vom 23./27. August auch über das östliche Europa erstreckt. In Folge daraus bleibt dem Tiefdrucksystem zwischen Island und England gar nichts anderes übrig, als an Ort und Stelle zu verweilen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen Aufgrund der Konstellation der Systeme zueinander in eine südliche, teils auch südöstliche Grundströmung. In Folge daraus ist mit einer warmen, teils auch hoch-sommerlich heißen Temperaturphase zu rechnen, bei der eine Schauer- und Gewitterneigung erhalten bleibt.

Betrachtet man die Kontrollläufe, so ist im Zeitraum vom 21./23. August gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer leicht zu kühlen Temperaturphase zu rechnen. Im Zeitraum vom 23./31. August zeigt sich mehrheitlich eine Temperaturabweichung, welche mit +3/+6 Grad über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich liegen kann. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 25. August zwischen +23 Grad über dem Norden, sonst bei +25/+26 Grad und am 31. August zwischen +20 Grad über dem Norden und +24 Grad über dem Süden. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+19) / normal (+20/+25) / zu warm (>+25) gegenüber gestern, so liegen diese am 26. August bei 15/35/50 (gestern: 20/25/55) und am 31. August bei 25/35/40 (gestern: 30/25/45) und bestätigen erneut den Trend zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von zu warmen Temperaturen im letzten August-Drittel.

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