Deutschland liegt nach der aktuellen Wettervorhersage im Verlauf dieser Woche im Einflussbereich einer Tiefdruckrinne, welche bis zum kommenden Wochenende zwischen Neufundland, England und Skandinavien verlaufen kann. In Folge daraus gelangt Mitteleuropa ab Mittwoch auf die sog. Vorderseite der Tiefdruckrinne, so dass warme, teils heiße Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können. Voraussichtlich ab Freitag/Samstag rücken die Tiefdruckausläufer weiter nach Osten vor, was Deutschland in den Bereich der Übergangsphase bringen kann bei der am Wochenende mit einer allgemein ansteigenden Schauer- und Gewitterneigung zu rechnen ist (örtliches Unwetterpotential ist dabei nicht gänzlich auszuschließen). Im Zeitraum zwischen dem 19./25. Juli simulierte in den letzten Tagen insbesondere das amerikanische Wettermodell ein sich zentralisierendes Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum, welches im Verlauf bis zum 25. Juli ein meridionales (Nord-Süd, Süd-Nord) Zirkulationsmuster über Mitteleuropa initialisieren könnte. In Folge daraus können aus nördlichen Richtungen im Zeitraum 22./27. Juli kühle Luftmassen aus Norden nach Deutschland geführt werden. Wie kühl? Die aktuelle Simulation zeigt bspw. am 26. Juli Tageswerte zwischen +12/+18 Grad. Anders ausgedrückt bleibt nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells eine Trogvariante im letzten Juli-Drittel wahrscheinlich. Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so bleibt die Südwestwetterlage mit warmen - teils heißen - Temperaturen im Zeitraum 17./23. Juli intakt. Bei Südwestwetterlagen ist im Nordwesten grundsätzlich mit wechselhafteren und etwas kühleren Temperaturen als über dem Südosten zu rechnen. Als Stabil sind beide Simulationen nicht zu bezeichnen und betrachtet man die Zirkulationsvarianten der Wettermodelle genauer, so lässt sich - zum aktuellen Stand - auch kein Ansatz für eine stabile Hochdruckwetterlage im letzten Juli-Drittel erkennen. Welche der Varianten ist aber wahrscheinlicher - wechselhaft kühl oder wechselhaft warm/heiß? Die Kontrollläufe bestätigen den heißen Temperaturverlauf im Zeitraum 16./18. Juli mit anschließender Abkühlung zwischen dem 19./21. Juli, welche bis zum 25. Juli wieder auf ein normalisierendes bis positives Temperaturniveau ansteigen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 19. Juli zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +19 Grad über dem Westen und +21 Grad über dem Süden und Osten) und am 25. Juli zwischen +14/+31 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +22 Grad über dem Westen und Osten und +23 Grad über dem Süden). Die Niederschlagsneigung zeigt sich am 19. Juli erhöht (Übergangswetter) und ist darüber hinaus eher schwach ausgeprägt. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 23. Juli bei 25/40/35 und am 28. Juli bei 35/35/30 und bestätigen ein breites Entwicklungsspektrum der Temperaturen im letzten Juli-Drittel. Insofern wird für die Wetterentwicklung im letzten Juli-Drittel vieles davon abhängen, wie sich die Achse der Tiefdruckrinne zum kommenden Wochenende positionieren wird.

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