Einige Medien berichten, bzw. spekulieren vielmehr, wie das Wetter Weihnachten 2016 werden wird. Vermutlich aufgrund dieser Berichterstattung schlägt bei uns knapp einen Monat vor Weihnachten schon vermehrt die Frage auf: "Wie wird das Wetter Weihnachten - oder - gibt es weiße Weihnachten?". Für die Besorgung der Geschenke mag die Zeit bis Weihnachten schon für manche relativ knapp erscheinen, für das Wetter bedeutet das aber eine halbe Ewigkeit und ist insofern - egal welche Prognose - derzeit wenig glaubwürdig.

Nichtsdestotrotz wollen wir den Fragestellern einen Ausblick auf die statistischen Werte gewähren und die Anhand der aktuellen Wetterentwicklung fortführen um daraus - aus statistischer Sicht - eine These erstellen, wie das Wetter Weihnachten werden könnte. Sozusagen die ersten Gedankenspiele, welche in den kommenden Tagen und Wochen bis Weihnachten durch Wettertrend, Wetterprognose und letztlich der Wettervorhersage für das Wetter Weihnachten ergänzt, bzw. fortgeführt werden.

Statistisch gesehen verläuft das erste Dezember-Drittel häufig mild und wird von Tiefdrucksystemen dominiert. Ab der zweiten Dezember-Hälfte hält dann nicht selten der Winter - teils bis ins Flachland - Einzug. Kurz vor Weihnachten beginnt sehr häufig das sog. Weihnachtstauwetter und lässt die bis dahin mögliche Schneedecke rasch dahinschmelzen.

Nach den aktuellen Prognosen zeigt sich in den ersten Dezember-Tagen ein normaler bis allenfalls leicht zu warmer Temperaturtrend. Ein Wintereinbruch kann zum heutigen Stand zwar nicht ausgeschlossen werden, ist aber derzeit weniger wahrscheinlich (knapp 20 Prozent - mehr dazu in der Wettervorhersage Dezember). Insofern sind da durchaus parallelen zur Statistik zu erkennen.

Statistisch gesehen kommt weiße Weihnachten etwa alle 8 Jahre vor und trat letztmalig mit viel Schneefall (verbreitet 30 cm) im Jahr 2010 ein. Der Zeitraum kommt also näher, wo es für weiße Weihnachten mal wieder reichen könnte/sollte. Und tatsächlich sind die sog. Randfaktoren, bzw. Setups aktuell denen von 2010 relativ ähnlich, aber es wäre dem zu weit vorgegriffen, um daraus ähnlich weiße Weihnachten wie 2010 vorherzusagen, bzw. zu interpretieren.

Auffällig war in den letzten Wochen die unterm Strich dann doch zu kalten Temperaturen im Oktober und November, auch wenn im November sich das Temperaturniveau dem normalen Wert noch anpassen kann. Blickt man auf die vorangegangenen Monate zurück, so waren alle durchweg zu warm, bevor im Oktober es zu einer Kehrtwende kam. Warum wir das so ausdrücklich erwähnen? Aus einer Erhaltungsneigung ist ein Ausgleichsverhalten geworden, welches aktuell wiederum im Begriff ist, selbst zu einer Erhaltungsneigung zu werden. Sollte also die Milderung Ende November/Anfang Dezember ausbleiben, so steigen gleichermaßen auch die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten. Das Langfristmodell berechnet für den Dezember eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad im normalen bis leicht zu milden Bereich. Mit anderen Worten liegt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten aktuell höher als in den Jahren 2013, 2014 und 2015 - und das ist ja immerhin schon etwas.

Mit entscheidend für das Wetter Weihnachten wird also auch sein, wie sich das Wetter Anfang Dezember entwickeln wird und da sind noch viele Möglichkeiten gegeben. Mehr dazu folgt in den kommenden Tagen.



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