Die noch unsichere Wetterentwicklung im letzten März-Drittel bleibt in den Simulationen der Wettermodelle auch heute erhalten. Im Trend ist im Mittelwert der Kontrollläufe eine Normalisierung der Temperaturen auszumachen, welcher im Wesentlichen dem Jahreszeit-typischen Temperaturcharakter zwischen +7/+11 Grad entspricht. Interessant sind weiterhin die Ansätze einer großflächigen Störung des Polarwirbels im "westlichen" Teil, welcher gerade mit der immer wiederkehrenden Kaltluftzuführung über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland für das Wetter über Mitteleuropa unterbunden werden kann. Das würde das "normale" Zirkulationsmuster zunächst einmal massiv stören und über Mitteleuropa eine höhere Wahrscheinlichkeit für Trogwetterlagen, bzw. für ein meridionaliserendes Muster zur Folge haben, so dass auch nasskalte Varianten bis zum 25. März nicht gänzlich auszuschließen sind. Was hätte das für Folgen für das Osterwetter? Solche teils prägnanten Kaltluftausbrüche sind im März und auch Anfang April keine Seltenheit und gehören zur Wettersingularität eines abwechslungsreichen "Aprilwetters". Diese können durchaus massiv und kräftig ausfallen, nachhaltig sind sie meist nicht und nach 1-5 Tagen oftmals wieder vorbei. Anders ausgedrückt fallen die turbulenten Wettertage in das letzte März-Drittel, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine andere - unter Umständen - auch wärmere Wetterlage Anfang April. Welche Wetterlagen wären denn für Anfang April denkbar? Zum einen wäre die simulierte Hochdrucktendenz über Grönland, welche im letzten März-Drittel für ein kühleres Szenario verantwortlich sein könnte. So ein weit nach Westen und Norden verschobenes Hochdrucksystem hat im weiteren Ablauf nicht selten eine Südwestwetterlage über Mitteleuropa zur Folge, da die Tiefdrucksysteme zunächst auf dem Atlantik weit nach Süden in Richtung Azoren ausweichen müssen. Je nach Konstellation der Systeme zueinander verliert das Hoch auf dem Atlantik/Grönland seinen Einfluss auf Mitteleuropa und die Tiefdrucksysteme können auf ihrer Vorderseite von Süden her warme Luftmassen nach Mitteleuropa transportieren. In einer anderen Variante verlagert sich das Hoch nicht nach Westen sondern nach Osten, so dass die atlantische Frontalzone vermehrt auf das Wetter über Mitteleuropa Einfluss nehmen kann. In Folge daraus würde - je nach Position des Hochdrucksystems - eine warme und wechselhafte Südwest- bis Südwetterlage, oder wechselhafte und mäßig milde Westwetterlage daraus resultieren. In der dritten Variante verbleibt die Hochdruckdominanz über dem skandinavischen Raum, so dass das Wetter zu Ostern auch von einer östlichen Strömungskomponente beeinflusst werden kann (teils trüb, teils sonnig und mäßig mild). Die Möglichkeiten der Wetterentwicklung sind zu Ostern noch vielfältig und variantenreich - in den jeweiligen Mittelwerten zeigt sich eine gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert eine vorsichtige Tendenz zu einer "normalen" Temperaturentwicklung über Ostern ab. Was ist normal? Statistisch gab es in den letzten 7 Jahren in Deutschland im Zeitraum 3./7. April ein Temperaturspektrum zwischen +2/+15 Grad bei einem Mittelwert von rund +7,5 Grad. Die nächste Aktualisierung für das Osterwetter erfolgt an dieser Stelle am heutigen Sonntag gegen 17:00 Uhr.

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