Ein paar typische "Altweibersommer"-Tage stehen nun bevor. Zwar kann eine schwache Störung am Freitag über den Gebieten etwa nördlich der Mittelgebirge für etwas Niederschlag sorgen, sonst bleibt es aber weitgehend trocken und nach örtlicher Nebelauflösung scheint verbreitet die Sonne. Die Temperaturen erreichen bis zum Sonntag verbreitet +19/+24 Grad und können örtlich auch über die +25 Grad Marke ansteigen (Wetter September).

Fraglich und gleichsam spannend war die Wetterentwicklung in den letzten Tagen für den Zeitraum darüber hinaus. Beide Wettermodelle berechnen zwischenzeitlich eine einheitlichere Basis, wie sich die Großwetterlage im Zeitraum 28./30. September entwickeln könnte. Die Hochdruckbrücke von den Azoren, über die Mittelmeerregion bis über Skandinavien, welche das Wetter über Deutschland bis zum 27. September dominiert, schwächt sich zum 28. September ab und verlagert sich im Kern weiter nach Süden. Somit wird der Weg für die atlantische Frontalzone nach Mitteleuropa frei und positioniert sich bis zum 30. September über dem skandinavischen Raum. In Folge daraus wird der Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit hoher Wahrscheinlichkeit unbeständig, windig und auch kühler werden. Erste Sturmereignisse wären zum heutigen Stand zwischen dem 28./29. September nicht auszuschließen (Simuliert werden Windgeschwindigkeiten zwischen 30-70 km/h, örtlich bis 80 km/h).

Frischer Wind und kühlere Temperaturen - bleibt das auch für Anfang Oktober so? Die Varianten sind noch vielseitig, wobei der Wettertrend klar erkennbar ist. Das europäische Wettermodell berechnet für Ende September/ Anfang Oktober ein kräftiges Hochdrucksystem zwischen den Azoren und Grönland und dem gegenüber liegt ein ebenso weitläufiges Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Skandinavien und dem östlichen Europa. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit zwischen den Fronten und da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den "Uhrzeigersinn" drehen, können aus nördlichen Richtungen kühle Luftmassen herangeführt werden. In Folge dessen wäre Anfang Oktober mit einer erhöhten Neigung zu Schauern zu rechnen, bei Temperaturen, welche im Bereich zwischen +7/+13 Grad liegen könnten.

Das amerikanische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 1./3. Oktober ebenfalls im Bereich zwischen den Azoren und Grönland, allerdings ist die Tiefdruckdynamik etwas stärker als nach dem europäischen Wettermodell, so dass das Tiefdrucksystem weiter südwestlicher zwischen England, Deutschland und Skandinavien liegen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden demnach in einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen liegen und somit wärmere Temperaturen zu erwarten wären. Zwischen den 2./3. Oktober verlagert das Tiefdrucksystem seine Position weiter nach Osten, so dass auch nach dieser Variante es zwischen dem 2./3. Oktober kühler werden kann.

Die Umstellung der Großwetterlage zum Ende September/Anfang Oktober wird bereits seit einigen Tagen von den Wettermodellen berechnet und wird auch durch die heutigen Simulationen zunehmend wahrscheinlicher. Bei Betrachtung der Kontrollläufe fällt allerdings auf, dass das Entwicklungsspektrum Anfang Oktober weiterhin breit aufgestellt ist. So ist die oben geschilderte Wetterentwicklung zwar wahrscheinlich, aber zum heutigen Stand noch keinesfalls gesichert. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Herbst - Winter 2016/17.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!