Wechselhaft und wenig sommerlich, so endet mit höherer Wahrscheinlichkeit der Juni. Insgesamt war der Juni damit sehr wechselhaft, über dem Norden vielfach zu warm und über dem Süden normal bis örtlich sogar leicht zu kühl und bisweilen gab es im Mittel mehr Niederschlag, als es im Juni nach dem vieljährigen Mittelwert üblich ist. Der Grund hierfür ist relativ einfach - über den gesamten Juni hinweg gab es immer wieder Ansätze für den Aufbau eines stabilen Hochdrucksystems über Mitteleuropa, welche jedoch von der atlantischen Frontalzone rasch zunichte gemacht wurden. Entsprechend schnell stiegen die Temperaturen an, bevor Starkniederschläge und kräftige Gewitter wieder eine kühlere und wechselhaftere Wetterphase einführten.

Ob sich das Anfang Juli verändern kann, bleibt fraglich. Warum? Beide Wettermodelle berechnen in den ersten Juli-Tagen ein kräftiges und gut strukturiertes Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien, welches sich bis zum 4. Juli mehr in Richtung Skandinavien verlagern kann. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich der südlichen Tiefdruckgradienten, so dass in regelmäßigen Abständen Tiefdruckausläufer herangeführt werden können. Mit den Tiefdrucksystemen gelingt auch die Zufuhr kühlerer, bzw. mäßig warmer Luftmassen aus westlichen Richtungen, so dass sich am verhaltenen Temperaturniveau kaum etwas verändern kann. Allerdings sind die Wahrscheinlichkeiten für etwas wärmere Temperaturen über dem Osten und Südosten höher einzustufen, als über dem Westen und Nordwesten.

Die Kontrollläufe bestätigen vom 1./4. Juli eine über dem Norden höhere Niederschlagserwartung, welche mit jedem Kilometer in Richtung Süden eine nachlassende Tendenz aufweist, so dass über dem Süden die Niederschlagsneigung deutlich geringer ausfallen kann. Das Temperaturspektrum liegt am 1. Juli zwischen +13/+27 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +20 Grad über dem Westen und +22 Grad über dem Osten und Süden) und am 4. Juli zwischen +17/+27 Grad (Mittelwert: +20/+21 Grad über dem Norden und Westen und +23/+24 Grad über dem Süden und Osten). Dabei liegt der Mittelwert Anfang Juli über dem Norden und Westen unter dem Jahreszeit-typischen Wert, während bis zum 4. Juli eine normales Temperaturniveau erreicht werden kann. Nichtsdestotrotz wünschen sich viele von unseren Lesern eine stabile sommerliche Wetterlage. Ob und wann die kommen könnte, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Sommer 2016.

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