Die meisten Simulationen der Wettermodelle zeigen einen knackig kalten Jahresausklang, wobei die Ausbildung einer örtlichen Schneedecke in Lagen oberhalb 300-600 Meter nicht unwahrscheinlich ist. Ob sich die winterlichen Varianten auch in den ersten Januar-Tagen behaupten können, bleibt aber weiterhin abzuwarten. Warum? Der Blick auf den Polarwirbel zeigt zum Beginn des Januars eine Kaltluftansammlung über dem westlichen Kanada, welche nachfolgend in Richtung Neufundland strömen kann. Das ist auch heute die bevorzugte Variante in den Simulationen der Wettermodelle. In Folge daraus ergeben sich zwei wesentliche Varianten. Zum einen könnte sich in den ersten Januar-Tagen über Skandinavien ein Hochdrucksystem ausbilden, welches die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik noch vor Mitteleuropa blockiert. Deutschland würde demnach in einer östlichen und relativ kalten Strömungsvariante verbleiben. In der zweiten Variante bricht der West- bis Südwestdrift von Westen her durch, so dass der Witterungscharakter nasskalt/mild, windig und wechselhaft werden kann. Die Kontrollläufe bestätigen dabei mehrheitlich den Einfluss von hohem Luftdruck in den ersten Januar-Tagen, so dass zum heutigen Stand der Januar durchaus mit Dauerfrost aber mit einer geringeren Niederschlagsaktivität starten kann. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 3. Januar 2015 zwischen -15/+4 Grad bei einem Mittelwert von +0 Grad im Norden, -2 Grad im Westen, -3 Grad im Süden und -4 Grad im Osten. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) betragen bspw. am 1. Januar 85/15/0 und am 5. Januar 65/25/10. Was in den kommenden Simulationen sicherlich näher und eingehender betrachtet werden muss, sind die Simulationen der Wettermodelle hinsichtlich eines möglichen Major-Warmings in Stratosphärenhöhe, welches heute in Ansätzen zum Jahresanfang simuliert wird.

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