Von Montag an steigen die Temperaturen mit einer zunehmend südlichen bis südwestlichen Grundströmung rasch auf frühlingshaft milde Werte zwischen +12/+16 Grad an und können örtlich auch die +20 Grad Marke erreichen. Doch bereits zum Mittwoch kündigen sich die Ausläufer eines Tiefdrucksystems auf dem Atlantik an, welches etwa nördlich der Mittelgebirge für starke Bewölkung und etwas Niederschlag sorgen kann (Details s. Wetter März).

Hochdrucksystem verliert an Einfluss

Das Tiefdrucksystem auf dem Atlantik erreicht zum 29. März eine Position zwischen Island, England und den Azoren und sorgt auf seiner Vorderseite - im Verbund mit dem nach Süden ausweichenden Hochdrucksystem - für eine warme Südwestströmung der Luftmassen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. So können die Temperaturen nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle am 30. März mit +15/+20 Grad, örtlich bis +23 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen, denn zum 31. März können der Westen und Südwesten bereits in den Einflussbereich des Niederschlagsfeldes des Tiefdrucksystems gelangen, was teils zu kräftigen Niederschlägen mit örtlichen Gewittern führen kann.

Wetterwechsel Anfang April

Das Tiefdrucksystem zieht am 1. April weiter nach Osten und erreicht mit seinem Frontensystem Skandinavien. Gleichzeitig entsteht auf dem Atlantik bereits das nächste Tiefdrucksystem, was das Azorenhoch dazu nutzen kann, sich zwischen den beiden Tiefdrucksystemen in Form eines Hochdruckkeils nach Norden in Richtung Island auszudehnen. Der Hochdruckkeil ist jedoch weniger stabil und kippt bis zum 3. April über Mitteleuropa weg. In Folge dieser Wetterentwicklung - welche im Übrigen beide Wettermodelle mit einem ähnlichen Ablauf simulieren - zeigt sich Anfang April über Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit ein unbeständiger Wettercharakter bei spürbar zurückgehenden Temperaturen. So werden bspw. für den 2./3. April Tageswerte im Bereich zwischen +4/+14 Grad ausgegeben.

Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

Die Kontrollläufe stützen mit einer höheren Niederschlagserwartung vom 1./3. April und zurückgehenden Temperaturen den Wetterwechsel mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 3. April zwischen +4/+19 Grad bei einem Mittelwert von +11 Grad. Zum Vergleich: 4 Tage zuvor erreicht der Mittelwert noch +15/+17 Grad. Deutlicher zeigt sich das in der Grafik und in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (< +8), normal (+9/+14), zu warm (>+15), welche am 30. März bei 0/10/90 und am 3. April bei 35/50/15 liegen.

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