Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 30.09.2019 - Welche Chancen hat der goldene Oktober?

Das Wetter zeigt sich Anfang Oktober von seiner turbulenten und mit einem Temperatursturz von seiner kühlen Seite. Ob das so bleibt, oder ob sich der goldene Oktober wird durchsetzen können, hängt stark von der Ausbildung eines Hochdrucksystems über Skandinavien ab.

Stürmisch zeigt sich das Wetter derzeit. Über dem Norden - und dort insbesondere über den Küstenregionen - ist auch mit schweren Sturmböen zu rechnen. Zur Wochenmitte schwächt sich der Wind zwar ab, dreht jedoch auf nördliche Richtungen und führt deutlich frischere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte auf +10 bis +15 Grad zurückgehen lassen kann.

Niederschläge sind auch zu erwarten. Anfangs schauerartig verstärkt, örtlich mit Gewittern einhergehend und über den Staulagen der Mittelgebirge und der Alpen ist auch mit länger andauerndem Niederschlag zu rechnen. Die Simulationen berechnen nördlich der Linie von Köln und Berlin Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 45 l/m² und weiter südlich sind 7 bis 15 l/m² zu erwarten. Entlang des Alpenrandes können zwischen 30 bis 60 l/m² zusammenkommen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Welche Chancen hat der goldene Oktober?
Welche Chancen hat der goldene Oktober?

Zwischen Tief- und Hochdrucksystemen

Ein Tief nach dem anderen zieht in den kommenden Tagen nach Skandinavien und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für den unbeständigen und windigen Wettercharakter. Doch ab der Wochenmitte strebt ein Hochdruckkeil nach Norden auf und setzt sich vorübergehend zwischen Grönland und Skandinavien fest, was die Tiefdruckaktivität bremst und auf den Hochdruckkeil auflaufen lässt. Die Niederschlagsneigung lässt allgemein nach und die Temperaturen steigen zum Wochenende mit einer auf südwestlichen Richtungen drehenden Grundströmung wieder an.

Ein Hochdruckkeil lässt es zum Wochenende etwas wärmer werden
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein Hochdruckkeil lässt es zum Wochenende etwas wärmer werden © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Blockadehoch

Der Hochdruckkeil spielt nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells eine entscheidende Rolle. Zum 5. Oktober entsteht mit einem Kerndruck von 960 hPa auf dem Atlantik ein kräftiges Tiefdruckgebiet und dehnt sich in Richtung Europa aus. Eine Entscheidung bahnt sich an.

Das Hochdrucksystem wird stärker berechnet

Wie in den letzten Tagen häufiger einmal beschrieben, wird es stark darauf ankommen, ob sich das Hoch über Skandinavien wird behaupten und damit die Zonalisierung verhindern können. Zum aktuellen Stand gelingt es der atlantische Frontalzone nicht mehr, sich mit seinem Zentrum über Skandinavien festzusetzen. Stattdessen dehnt sich das Hoch von Skandinavien weiter nach Osten und Südwesten aus und geht bis zum 7./8. Oktober eine Hochdruckverbindung mit dem Azorenhoch ein.

Der goldene Oktober

Zwischen den atlantischen Tiefdruckgebieten und der sich über Mitteleuropa aufbauenden Hochdruckdominanz werden aus südwestlichen Richtungen für die Jahreszeit sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Nach anfänglichem Nebel nimmt die Sonnenscheindauer im Zeitraum vom 8. bis 10. Oktober zu und die Temperaturen erreichen bis zum Beginn der zweiten Oktober-Dekade +17 bis +23 Grad.

Zum Beginn der zweiten Dekade setzt sich der goldene Oktober durch?
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Zum Beginn der zweiten Dekade setzt sich der goldene Oktober durch? © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Warmes, aber abwechslungsreiches Herbst-Wetter

Anders verläuft die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells. Das Hoch versucht sich zwar um den 4./5. Oktober über dem europäischen Nordmeer zu stabilisieren, doch das Vorhaben gelingt nicht. Zu stark ist die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik.

Keine stabilen Wetterverhältnisse

Im Zeitraum vom 6. bis 8. Oktober verlagert sich ein Tiefdruckzentrum von Island über England nach Skandinavien und kippt mit seiner Achse nach Südwesten weg. Das führt über Deutschland, der Schweiz und Österreich zu einer unbeständigen - aber warmen - Südwestwetterlage. Bei eine regen Niederschlagsneigung können die Tageswerte bis zum 10. Oktober auf +15 bis +20 Grad ansteigen. Über Bayern und Baden-Württemberg wären Werte von bis zu +24 Grad nicht auszuschließen.

Starkwindereignisse möglich

Dominiert wird die Wetterentwicklung von dem sich nach Skandinavien verlagernden Tiefdrucksystem. Zieht es etwas südlicher so sind über ganz Deutschland zum 8. Oktober schwere Sturmböen zu erwarten. Zum aktuellen Stand aber werden wohl nur die Küstenregionen davon betroffen sein - örtlich auch mit orkanartigen Windböen.

Hoher Luftdruck setzt sich durch

Im Zeitraum vom 8. bis 12. Oktober tobt sich die atlantische Frontalzone über Europa aus und sorgt neben Wind für weitere Niederschläge. Doch über den Azoren wartet ein Hochdruckgebiet regelrecht darauf, sich nach Norden ausdehnen zu können. Das gelingt nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zum 13. Oktober. Doch anstatt über Mitteleuropa, strebt das Hoch auf dem Atlantik in Richtung Island und Grönland auf.

Herbstlich frisch

Von Norden beruhigt sich der Wettercharakter bis zur Monatsmitte und sonnige Momente werden zunehmen können, doch liegen Deutschland, die Schweiz und Österreich am östlichen Hochdruckgradienten und so gelangen relativ frische Luftmassen aus Skandinavien nach Mitteleuropa. Simuliert werden Tageshöchstwerte von +5 bis +15 Grad und im Vorgang des Luftmassenaustausches sind im Schwerpunkt über dem Süden kräftige Niederschläge möglich.

Im Ansatz zeigt sich der goldene Oktober
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Im Ansatz zeigt sich der goldene Oktober © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Ein normaler bis leicht zu kühler Temperaturtrend

Die Variante des europäischen Wettermodells ist zwar plausibel und wurde in den letzten Tagen immer wieder einmal in Erwägung gezogen, doch ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 7. bis 15. Oktober mit einer gemäßigt hohen Niederschlagsneigung zu rechnen. Simuliert werden Niederschlagssummen von verbreitet 30 bis 60 l/m² und örtlich bis 80 l/m². Zum Vergleich: Das Niederschlagssoll des Oktobers liegt bei 51 l/m².

Bei den Temperaturen keine großen Sprünge

Das Temperaturniveau liegt über dem Süden, Westen und Osten die meiste Zeit über in einem für die Jahreszeit-typischen Bereich, doch über dem Norden zeichnet sich - zum aktuellen Stand - eine etwas zu kühle Temperaturentwicklung ab.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
6. Oktober +7 bis
+20 Grad
+13 bis
+15 Grad
11. Oktober +6 bis
+22 Grad
+13 bis
+15 Grad
15. Oktober +6 bis
+20 Grad
+11 bis
+13 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 30.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht - Die Westwetterlage kommt?

Ein Fragezeichen gilt es zu setzen. Aktuell ist mit stürmischen Winden die Westwetterlage aktiv, doch die Frage ist doch, ob sich die Zonalisierung wird nachhaltig durchsetzen können. Falls das nicht gelingen sollte, kommt es erneut zu einem meridionalem Strömungsmuster und damit zu einer seit Februar anhaltenden Erhaltungsneigung.

Die gemäßigt hohe Niederschlagsprognose lässt auf eine bis Mitte Oktober anhaltende Westwetterlage schließen. Gestützt wird das durch eine fast linear verlaufende Temperaturentwicklung. Doch die Wettervorhersage der Prognose-Modelle geben dem goldenen Oktober in der zweiten Dekade größere Chancen sich durchzusetzen. Ob dieser aber warm oder kalt ausfallen wird, hängt wiederum von der noch völlig unsicheren Hochdruckposition ab. Abwarten ist angesagt.

Dass sich in den kommenden 10 Tagen aber erst einmal die Westwetterlage wird durchsetzen können, wird von den Druckanomalien gestützt. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten der Hochdruckgebiete und der Tiefdruckfronten in einem westlich orientierten Strömungsmuster. Kurzum: Ein windiges und abwechslungsreiches Herbstwetter ist derzeit eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung.

Druckanomalie bis 9. Oktober
Druckanomalie bis 9. Oktober - Die Zonalisierung ist und bleibt klar strukturiert © climatereanalyzer.org

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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