Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 13.09.2019 - Der September zu warm und zu trocken

Im Verlauf der kommenden Woche erfolgt ein Temperatursturz und lässt die Werte in einem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich absinken und in den Nächten kann auch mit Frost gerechnet werden. Ob es darüber hinaus wieder wärmer werden kann, hängt von der Position eines Hochdrucksystems ab.

Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen weiter an und können zum Sonntag verbreitet +24 bis +28 Grad erreichen, was über dem Süden, Westen und Osten wahrscheinlicher ist, als über dem Norden. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann auch die +30 Grad Marke geknackt werden. Werte von +30 Grad und mehr sind im September zwar eher selten, kommen aber vor. Die höchste Temperatur wurde am mit +36,5 Grad am 19.09.1947 im Bühlertal erreicht. Und wenn wir gleich dabei sind - der kälteste Wert in tieferen Lagen stammte mit -6,5 Grad vom 17.09.1971.

Ganz ungetrübt bleibt es aber nicht. Immer wieder können Wolkenfelder mit etwas Niederschlag vorüberziehen, deren Intensität am Montag zunehmen kann. Nachfolgend werden aus nördlichen Richtungen deutlich kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte bis zur Wochenmitte auf +14 bis +18 Grad zurückgehen lassen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Nicht ganz ungetrübtes Wetter bei einem Auf und Ab der Temperaturen
Nicht ganz ungetrübtes Wetter bei einem Auf und Ab der Temperaturen

Deutschland liegt zwischen den Fronten

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet zieht bis zum Sonntag über Skandinavien hinweg und drückt das Hoch über Deutschland weiter nach Süden. So gelangen immer wieder Wolkenfelder nach Deutschland, welche über dem Norden für den einen oder anderen Regentropfen sorgen können. Zeitgleich werden aber sehr warme Luftmassen zugeführt.

Zum Start in die neue Woche dreht sich das Tief über dem östlichen Skandinavien ein und verlagert sich langsam in Richtung der Barentssee. Das Hoch weicht noch etwas weiter nach Westen aus und positioniert sich mit seinem Kern über England und dehnt sic bis nach Grönland aus. Das Strömungsmuster meridionalisiert und aus nördlichen Richtungen gelangen spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wie kühl die genau sein werden und ob in den Nächten mit Frost zu rechnen ist, muss im Detail noch abgewartet werden.

Die Großwetterlage meridionalisiert
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Großwetterlage meridionalisiert © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Temperatursturz

Als markante Wetterentwicklung ist der Temperatursturz im Verlauf der kommenden Woche zu bewerten. Nach der aktuellen Wetterprognose des europäischen Wettermodells wird der Tiefpunkt am 19. September mit +12 bis +18 Grad erreicht werden können. Das Hoch liegt weit westlich und stellt sich auf dem Atlantik mit einer von Süd nach Nord verlaufenden Hochdruckachse auf. Das blockiert nachfolgende Tiefdruckgebiete und mit dem Tief über Skandinavien werden weiterhin kühle Luftmassen nach Süden geführt.

Es wird wieder wärmer

Die Hochdruckaktivität auf dem Atlantik aber ist als imposant zu bewerten und drängt das Hoch dazu seine Blockadehaltung aufzugeben. Bis zum 21. September flacht der Hochdruckkeil ab und das Hochdruckgebiet verlagert sich über Mitteleuropa. Infolge daraus nimmt die schwache Niederschlagstätigkeit ab und die Temperaturen streben mit vermehrten Sonnenschein in Richtung der +20 Grad Marke.

Bis zum 23. September verlagert sich das Hoch über die östliche Mittelmeerregion und die atlantische Frontalzone konzentriert sich über Island. Im Verbund der beiden Wettersysteme kommt es über Mitteleuropa zu einer warmen Südwest- bis Südanströmung der Luftmassen, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Werten von +18 bis +24 Grad und zu einer erhöhten Schauer- und Gewitteraktivität führen kann.

Nach dem Temperatursturz sorgt das Hoch wieder für wärmere Werte
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nach dem Temperatursturz sorgt das Hoch wieder für wärmere Werte © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Das Zirkulationsmuster wird herbstlicher

Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells berechnet die Zufuhr kalter Luftmassen bis zum 21. September. Der Tiefstwert könnte mit Werten von +12 bis +18 Grad ebenfalls am 19. September erreicht werden. Vor allem aber in den Nächten ist mit Frost zu rechnen- und sei es nur Bodenfrost.

Das Hoch rückt nach

Das Hoch kann seine Position auf dem Atlantik nicht behaupten und kippt zum 21. September über Mitteleuropa nach Osten ab. So wird der Weg für die atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien frei. In diesem Prozess werden sehr warme Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte über Deutschland, der Schweiz und Österreich auf +24 bis +28 Grad ansteigen lassen kann.

Tiefdruckeinfluss nimmt zu

Vom 24. bis 26. September aber verliert das Hoch weiter an Einfluss und räumt das Feld für die atlantischen Tiefdrucksysteme. In raschen Abständen entstehen über Neufundland kräftige Tiefdruckgebiete, welche in Richtung Mitteleuropa ziehen und auf dem Atlantik eine halbwegs stabile Tiefdruckrinne aufbauen können. Kurzum ist über Deutschland noch nicht unbedingt mit einem herbstlichen, windigen und nassen Wettercharakter zu rechnen, doch das Zirkulationsmuster ist auf dem besten Weg dorthin.

Für die Jahreszeit zu warm und zu trocken, doch nimmt der Tiefdruckeinfluss in der letzten September-Dekade zu
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Für die Jahreszeit zu warm und zu trocken, doch nimmt der Tiefdruckeinfluss in der letzten September-Dekade zu © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Kalt und Warm im Wechsel

Das Auf und Ab der Temperaturen wird auch von den Kontrollläufen gestützt. Der kälteste Tag ist wohl um den 19./20. September herum zu erwarten. Da es sich aber um eine Nordströmung handelt, ist die Luft relativ trocken und der Sonnenschein kann die Werte im Mittel auf +13 bis +15 Grad erwärmen. In den Nächten aber sind Werte unterhalb der +5 Grad Marke in Betracht zu ziehen.

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Vom 20. bis 29. September berechnen die Kontrollläufe einen ansteigenden Temperaturtrend, der mit seinem Mittelwert etwas über dem vieljährigen Durchschnittswert im zu warmen Bereich liegt. Die wärmste Phase wird zwischen dem 23. und 26. September simuliert.

Kaum Niederschlag

Über dem Süden, Osten und Westen werden vom 13. bis 23. September kaum Niederschläge berechnet. Erst darüber hinaus gibt es einen leichten Anstieg der Niederschlagstendenz zu erkennen. Über dem Norden ist am 16. September mit Regen zu rechnen, sonst bleibt die Niederschlagsleistung für die meiste Zeit in einem schwach erhöhten Bereich.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
19. September +10 bis
+17 Grad
+12 bis
+15 Grad
24. September +11 bis
+25 Grad
+18 bis
+20 Grad
28. September +9 bis
+26 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 13.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der September 2019 ist zu warm und zu trocken

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Bald ist Halbzeit und zum aktuellen Stand ist das Wetter im September 2019 - gemessen am vieljährigen Durchschnittswert (61-90) um +1,15 Grad zu warm. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehören mit einer Differenz von +2,4 Grad, bzw. +2,2 Grad zu den wärmsten Bundesländern. Vergleichsweise normal ist der September über Nordrhein-Westfalen (+0,5 Grad) und Rheinland-Pfalz (+0,6 Grad). Die bislang tiefste Temperatur wurde am 9. September mit -5,3 Grad auf der Zugspitze und in tieferen Lagen am 11. September mit +0,5 Grad über Bad Königshofen erreicht. Der höchste Wert wurde am 1. September mit +33,8 Grad über Coschen registriert.

Relativ nass zeigte sich der Südosten, Osten und die Küstenregionen, wo das Monatssoll von 61 l/m² bereits erreicht, oder schon überschritten wurde. Über Sachsen wurden 78,8 l/m² und über Schleswig-Holstein 61,5 l/m² registriert. Deutlich weniger Niederschlag gab es mit 14,5 l/m² über Nordrhein-Westfalen und mit 15,7 l/m² über Hessen. Im Flächenmittel auf ganz Deutschland bezogen war der September mit einer Sollerfüllung von 36,6 Prozent bislang zu trocken.

Auf den Punkt gebracht

Zieht man die kommende Wetterentwicklung in Betracht, so wird das Wetter im September zu warm und zu trocken ausfallen können. Denn allzu viel Niederschlag stellen weder die Vorhersage-Modelle, noch die Kontrollläufe in Aussicht. Und mit den warmen bis sehr warmen Werten über dem Süden steigt der Temperaturüberschuss weiter an, was die kurze kühle Phase im Verlauf der kommenden Woche nicht auszugleichen vermag. Für die letzte September-Dekade wird eine zu warme Temperaturentwicklung zunehmend wahrscheinlicher.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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