Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 30.01.2018 - Spannende Wetteraussichten zu den Winterferien

Die kommenden Tage werden nach den Berechnungen des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells zunehmend kälter werden können. Zudem ist mit einer höheren Niederschlagsneigung und mit einer Windzunahme zu rechnen - örtliche Sturmböen sind nicht auszuschließen. So sinkt bei nasskalten Werten die Schneefallgrenze bis zum 2. Februar teils bis in die tieferen Lagen ab und ab den mittleren Lagen könnte sich eine dünne Schneedecke ausbilden. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2018.

Nasskalt oder…

Bis zum 2. Februar gilt die Wettervorhersage als weitgehend gesichert. Darüber hinaus gibt es in den Simulationen der Wettermodelle erhebliche Unterschiede. So berechnet das amerikanische Wettermodell vom 4. bis 10. Februar ein Hochdrucksystem weit draußen auf dem Atlantik über den Azoren in einer relativ stabilen Position. Gleichzeitig ist die Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland und Island als intakt zu bewerten und entsendet ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa. Nun fehlt aber über der Mittelmeerregion der hohe Luftdruck, so dass die Tiefdrucksysteme an der Ostflanke des Hochdruckgebietes nach Südosten abrutschen können. In Folge daraus entsteht eine nasskalte Nordwestwetterlage, bei der maritime Kaltluftmassen nach Deutschland geführt werden können. So sinken demnach die Tageswerte über dem Süden und Osten meist auf Werte um den Gefrierpunkt, können aber über dem Westen und Norden - Aufgrund der warmen Nordsee - mit +2 bis +5 Grad auch darüber bleiben. Bei wechselnder - meist jedoch starker Bewölkung - ist immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, welche bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen können. Mit der Ausbildung einer Schneedecke ist ab etwa 400 bis 500 Meter zu rechnen, wobei es in den Nächten bei Frost auch in Lagen darunter weiß werden kann. Ein nasskaltes Winterwetter.

…winterlich?

Das europäische Wettermodell berechnet eine andere Variante. So ist der Kaltluftvorstoß zum 2. Februar besser organisiert, da sich das Azorenhoch nicht nach Westen zurückzieht, sondern einen Hochdruckkeil nach Norden in Richtung europäisches Nordmeer aufbauen kann. So werden sukzessive Kaltluftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt und erreichen am 4. und 5. Februar Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Tageswerte könnten demnach in ganz Deutschland am 5. Februar unter der 0 Grad Grenze im Dauerfrostbereich liegen. Daran ändert sich bis zum 7. Februar wenig. Darüber hinaus ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik außerordentlich hoch und drückt dem Hochdruckkeil nach Osten weg. In Folge dessen kippt auch der Kaltluftzustrom zum 8. Februar nach Osten weg und die atlantische Frontalzone kann wieder vermehrt Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa nehmen.

Kontrollläufe - Grenzwetterlage

Nein, nicht die klassische Grenzwetterlage, welche warme von einig kalten Luftmassen trennt, vielmehr eine Grenzwetterlage zwischen nasskalt und winterlich. Warum? Der Mittelwert der Temperaturen in ca. 1.400 Meter Höhe liegt im Zeitraum vom 1. bis 10. Februar überwiegend zwischen -5 bis -7 Grad. Bei einem Geopotential von 135 bis 150 verhält sich die Schneefall- und Frostgrenze wie folgt:

Schneefall- und Frostgrenze bei einem Geopotential von 135 bis 150
Höhentemp. -7 Grad -5 Grad
Schneefallgrenze 0-100 Meter 300-400 Meter
Frostgrenze 300-400 Meter 600-700 Meter

Schneefallgrenze selbst berechnen.

Grenzwertig eben. Unsicherheiten sind aber noch gegeben, wenn man bedenkt, dass 1 Grad Temperaturunterschied die Schneefallgrenze um rund 100 Meter verändert. Beide Wettermodelle sind zudem in ihren Kontrollläufen ganz gut integriert.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 30.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Milderung zum zweiten Februar-Drittel?

Beide Wettermodelle und auch die Kontrollläufe berechnen einen Anstieg der Temperaturen zum Beginn des zweiten Februar-Drittels. Ob das so kommen mag, darf heute noch in Frage gestellt werden, da noch nicht einmal klar ist, wie das Wetter am 5. Februar werden wird. Zu unsicher sind die Konstellationen und nur als Beispiel sei hier noch einmal die Hochdruckzone über dem europäischen Nordmeer, über Skandinavien bis über Russland benannt. Schaut man sich die Kontrollläufe an, so ist diese keineswegs vom Tisch und kann unter Umständen den nasskalten bis winterlichen Wettercharakter bis weit in den Februar hinein erhalten.

Zonale Winde mit negativer Entwicklung

Ein weiteres Indiz für eine möglicherweise winterliche Wetterlage sind die zonalen Winde entlang des 65. Breitengrades in rund 30 km Höhe. Sind diese positiv, so ist von einem intakten West-Ost Strömungsmuster auszugehen. Werden diese über einen längeren Zeitraum deutlich negativ berechnet, kehrt sich der sog. QBO von West-Ost auf Ost-West um und schwächt den Polarwirbel auf massivste Art und Weise. Aktuell liegen die Windgeschwindigkeiten bei 126 km/h und können nach der aktuellen Simulation noch im ersten Februar-Drittel auf -54 km/h abstürzen. Ob es so kommt, darf zum dem derzeitig frühen Zeitpunkt bezweifelt werden. Veränderungen sind zu erwarten.

Major-Warming

Aber die plötzliche Umkehr wird durch ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe hervorgerufen. Daher auch der Name plötzliche Stratosphärenerwärmung, bzw. im englischen sudden stratospheric warming (ssw). Das aber ist eine Momentaufnahme und wird sich in den kommenden Tagen noch mehrmals verändern können. Bleibt aber in seiner weiteren Entwicklung zu beobachten.

Polarwirbelberechnung Februar

Major-Warming nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Die weitere Wetterentwicklung bleibt spannend, wenngleich tiefstes Winterwetter aktuell weniger und eine nasskalte Wetterlage wahrscheinlicher erscheint. Der Polarwirbel ist sicherlich noch für die eine oder andere Überraschung gut und sollte sich das Major-Warming durchsetzen können, so werden die Wettermodelle weiterhin sprunghaft bleiben. Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose Winter von 20:53 Uhr
Nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells stellt sich im Zeitraum vom 1. bis 12. Februar eine nicht wirklich sehr kalte und damit winterliche Wetterlage bis in tiefere Lagen ein, aber die Wetterentwicklung ist auch weit von einer deutlich zu warmen Variante entfernt. Das Mittelmaß liegt in einer für tieferen Lagen nasskalten Wetterentwicklung, bei der winterliche Optionen ab den mittleren Lagen ab ca. 400 bis 500 Meter gegeben sind. Das Hauptströmungsmuster ist überwiegend nordwestlich geprägt, was maritime Kaltluftmassen nach Deutschland führen kann. Sollten sich die Simulationen durchsetzen können, so wären über dem Süden und Osten überwiegend Temperaturen um -2 bis +2 Grad und über dem Norden und Westen um +1 bis +3 Grad zu erwarten.

Etwas kälter nach dem europäischen Wettermodell
Die Kaltluftzufuhr ist nach der Berechnung des europäischen Wettermodells im Zeitraum vom 4. bis 7. Februar etwas besser strukturiert, was auch in tieferen Lagen für Dauerfrost sorgen kann - mit Ausnahme der Küstenregionen. Allerdings kippt nach dieser Simulation der Trog schneller nach Osten weg, was zum 8. und 9. Februar die nasskalte Variante dominieren lässt.

Nasskalt mit winterlichen Optionen
So ändert sich auch heute nichts daran. Der Wettertrend ist im ersten Februar-Drittel als nasskalt zu bewerten mit Optionen auf Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen und der Ausbildung einer winterlichen Schneedecke ab den mittleren Lagen. Beide Wettermodelle sind in ihre Kontrollläufe jeweils gut eingebettet, wenngleich das amerikanische Wettermodell am 3. und 4. Februar eine noch zu milde Variante berechnet.
Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Trogstruktur vorhanden, was Option auf Winterwetter erhält © www.meteociel.fr


Langfristmodell noch etwas kühler
Auch heute korrigiert sich das Langfristmodell wieder leicht nach unten und berechnet den Februar 2018 nun mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad weitgehend normal mit dem Trend von bis +1 Grad auch leicht zu warm auszufallen. Im Niederschlagsverhalten wird der Februar zum heutigen Stand zu trocken berechnet.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018 vom 30.01.2018


Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 31. Januar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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