Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 24.01.2018 - Der Winter in Deutschland hat seine Chancen - nutzt er sie auch?

Geht es nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle, so bestätigt sich auch heute Nachmittag die Verlagerung des Hochdrucksystems vom Mitteleuropa raus auf den Atlantik. Zudem berechnen beide Wettermodelle eine Variante, bei der sich das Hochdruckgebiet auf dem Atlantik Anfang Februar 2018 aufwölben und das bislang dominierenden und milde Atlantikwetter blockieren kann.

Der Winter nimmt Anlauf

Ob der Winter es bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz schafft, steht noch auf einem anderen Blatt. Aber tatsächlich stehen die Chancen für einen Trog über Mitteleuropa mittlerweile nicht schlecht und machen nasskalte bis winterliche Wetterlagen wahrscheinlicher als deutlich zu warme Wetterentwicklungen.

Die Entwicklung der Großwetterlage im Februar

Das Hochdrucksystem weicht auf den Atlantik aus, stellt sich steil nach Norden auf und im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion / östliches Europa / Skandinavien, können kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden. Sollte diese Wetterentwicklung so eintreten, so werden bspw. für den 6. Februar Tageshöchstwerte von -5 bis 0 Grad über dem Süden und +0 bis +5 Grad über dem Norden berechnet. Das Potential liegt nach dem Temperaturspektrum der Kontrollläufe zwischen -5 bis +9 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad.

Winter im Februar? Skepsis ist angebracht!

Man sieht schon am Mittelwert des Temperaturspektrums, dass bei +3 Grad eher nasskaltes als winterliches Wetter in tieferen Lagen wahrscheinlicher ist. Anders sieht es ab den mittleren Lagen aus, wo sich die Optionen auf winterliche Wetterverhältnisse erhöhen.

Warum aber die Skepsis? Schaut man sich die nachfolgende Modellkarte genauer an, so erkennt man den aktiven Teils des Polarwirbels über Kanada und Grönland. Das Strömungsmuster im Polarwirbel ist so aufgebaut, als dass sich die Zufuhr kalter Luftmassen in Richtung Kanada aufrecht erhalten kann. Sollte sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik als Blockadehoch aufbauen können, so wäre demnach mit einer heftigen Gegenreaktion in Form von aktiv-dynamischen Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik auszugehen. Hält das Hoch dem tiefen Luftdruck Stand, so hat der Winter Anfang Februar über Deutschland, Österreich und er Schweiz seine Chancen. Kippt das Hoch weg, so wird es auch im Februar mild bleiben können.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel amerikanisches Wettermodell © www.meteociel.fr

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist das meridionale Strömungsmuster deutlich besser strukturiert. Auch das Tiefdrucksystem über Mitteleuropa zeigt eine deutlich kräftigere Struktur. Demnach zeigen sich auch die Optionen für zwei teil aktive Bereiche im Polarwirbel. Dabei ist der Hauptlauf des europäischen Wettermodells ganz gut in die Kontrollläufe eingebettet

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel europäisches Wettermodell © www.meteociel.fr

Zusammenfassung

Die Chancen für Winterwetter sind Anfang Februar gegeben. Ob und wie lange diese aber anhalten werden, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das Hochdrucksystem positionieren und auch stabilisieren kann. Zum aktuellen Stand ist also noch alles an Wetterentwicklungen offen, wenngleich der Wettertrend Anfang Februar weiterhin in Richtung nasskalt mit Option auf winterliche Wetterverhältnisse geht. Eine winterliche Wetterphase wäre ja ganz passend für die im Februar bevorstehenden Winterferien.

Update der Wetterprognose Winter von 20:02 Uhr
Die Berechnung des amerikanischen Wettermodells bringt die weitere Entwicklung rund um den Winter im Februar 2018 auf den Punkt.

Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik wird stärker
So wird weiterhin Anfang Februar die Verlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Atlantik berechnet. Anschließend fließen mit einer nördlichen Grundströmung Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wieder bis in tiefere Lagen ermöglicht. Soweit zunächst einmal nur geringe Unterschiede zu den vorangegangenen Simulationen, was das Wetterereignis selbst zunehmend wahrscheinlicherer macht. Im Gegensatz dazu wird aber der Trog über Mitteleuropa heute Abend schwächer berechnet und lässt das Hochdrucksystem vom Atlantik wieder in Richtung Mitteleuropa ausweichen, was im Zeitraum vom 3. bis 4. Februar mit einer Milderung einhergehen könnte.

Meridionales Strömungsmuster
Im Zeitraum darüber hinaus aber verlagert sich das Hochdrucksystem erneut auf den Atlantik und könnte im Zeitraum vom 4. bis 9. Februar für ein über Mitteleuropa meridionales Nord-Süd Strömungsmuster sorgen. Anders formuliert wäre Winterwetter nach dieser Variante bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Entsteht über Mitteleuropa ein Trog zwischen dem Azoren- und dem Kontinentalhoch? © www.meteociel.fr


Somit repräsentiert das amerikanische Wettermodell heute Abend ganz gut die aktuellen Unsicherheiten der Wetterentwicklung im Februar. Bleibt das Hoch auf dem Atlantik, ist mit nasskalten bis winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. Verlagert es sich weiter nach Osten, wird es mild werden können.

Was wäre möglich wenn…?
Angenommen der Trog über Mitteleuropa würde sich im ersten Februar-Drittel durchsetzen können, welche Temperaturen wären dann zu erwarten? Simuliert werden bspw. am 6. Februar Tageshöchstwerte im Bereich von -3 bis +3 Grad und Tiefstwerte von -8 bis 0 Grad. Dazu immer wieder Schauer unterschiedlicher Intensität und Dauer bei einer Schneefallgrenze, welche bis in tiefere Lagen herab reichen kann.

Wie wahrscheinlich wäre das?
Das amerikanische Wettermodell gehört sowohl Anfang Februar, wie auch im Zeitraum darüber hinaus zu den kälteren Varianten der Kontrollläufe. Aber die Kontrollläufe sind gegenüber dem langjährigen Mittelwert insgesamt leicht zu kalt, was eine nasskalte Wetterentwicklung im ersten Februar-Drittel Wahrscheinlicher macht als eine hochwinterliche oder gar deutlich zu warme Wetterlage. Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 25. Januar gegen 17:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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