Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 01.09.2017 - Vom Herbst in den Spätsommer?

Der Dauerregen über Süd- und Südostdeutschland geht über ganz Deutschland am ersten Septemberwochenende in eine rege Schauerneigung über. Vor allem über dem Westen und Nordwesten ist zwischendurch häufiger mit Sonnenschein zu rechnen, bevor zum Sonntag auch über den restlichen Regionen häufiger mal die Sonne zum Vorschein kommen kann. Schaut man sich die Niederschlagsprognose bis einschließlich Sonntag an, so ist südlich der Linie von Stuttgart und Dresden mit 10 bis 30 l/m², über dem Alpenvorland bis zu 60 l/m² und über den Zentralalpen, sowie im südlichen Stau der Alpen mit beachtlichen Niederschlagsmengen von bis zu 130 l/m² zu rechnen. Weiter nach Norden werden mit 0,1 bis 10 l/m² deutlich weniger Niederschläge berechnet.

Herbstlicher Septemberstart

So startet das Wetter in den September 2017 mit kühlen Temperaturen und teils regnerischem Wetter typisch herbstlich. Doch bereits zum 2. und 3. September baut sich quer über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke auf und stabilisiert sich bis einschließlich 6. September über Deutschland und dem skandinavischen Raum, was die Niederschlagsneigung abklingen, die Sonnenscheindauer erhöht und die Temperaturen in den spätsommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann.

Amerikanisches Wettermodell: spätsommerlicher Wettercharakter

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 3. bis 10. September den weitgehenden Erhalt der Hochdruckbrücke. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt indes hoch und "rennt" gegen das Hochdrucksystem über Skandinavien an, was sich vom 5. bis 10. September immer weiter nach Osten verlagert und somit den Spielraum für die atlantische Frontalzone vergrößert, sich in Richtung Skandinavien auszudehnen. Zum heutigen Stand hält das Hochdrucksystem aber bis zur Septembermitte dagegen.

Nach diesen Berechnungen wäre vom 3. bis 15. September über Deutschland, Österreich und der Schweiz nur mit einer schwachen Niederschlagsneigung zu rechnen, welche über dem Norden und Nordwesten leicht erhöht sein kann. Die Temperaturen könnten sich auf spätsommerlich warme +20 bis +25 Grad einpendeln.

Europäisches Wettermodell: regnerisches Herbstwetter

Nein, ganz so einfach ist es (noch) nicht mit dem Spätsommer. Zwar berechnete das europäische Wettermodell in den letzten Tagen durchaus eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung eines Hochdrucksystems über Skandinavien, doch in der heutigen Wetterprognose setzt sich im Zeitraum vom 6. bis 10. September die atlantische Frontalzone über Skandinavien und Deutschland durch. In Folge daraus könnten aus nordwestlichen Richtungen sehr kühle Luftmassen mit reichlich Regen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden. Statt +20 bis +25 Grad wären demnach herbstliche +12 bis +18 Grad zu erwarten (bei Dauerregen auch noch darunter)!

Spätsommer oder Herbst?

Das zeigt - wie bereits in den letzten Tagen - wie komplex derzeit die kommende Wetterentwicklung noch ist. Der Trend ist aber klar gesetzt. So sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells gegenüber den Kontrollläufen als "warmer Ausreißer" zu bewerten. Anders formuliert ist eine Stabilisierung des Wetters zwar nicht auszuschließen, zum aktuellen Stand aber weniger wahrscheinlich. Aber auch die Berechnungen des europäischen Wettermodells passen noch nicht in das Muster und sind als zu kalt und zu nass zu bewerten.

So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 8. September zwischen +14 bis +25 Grad (Mittelwert: +18 bis +19 Grad) und am 15. September zwischen +14 bis +26 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden und +21 Grad über dem Süden). Betrachtet man nur den Mittelwert, so ist dieser in der ersten Septemberdekade als Jahreszeit typisch mit einem positiven Trend zum zweiten Septemberdrittel zu bewerten.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 01.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristprognose: Normaler Herbst und warmer Winter?

Das Langfristmodell berechnet für die Herbstmonate von September bis einschließlich November 2017 eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich, mit der Tendenz leicht zu warm auszufallen. In der Niederschlagsberechnung ist der September als leicht positiv (zu nass) und der Oktober und November gegenüber dem Sollwert unauffällig, mit der Tendenz leicht zu trocken auszufallen.

Für den Winter 2017/18 berechnet das Langfristmodell in seinem heutigen Wettertrend von Dezember 2017 bis Februar 2018 mit einer Temperaturabweichung von -0,5 bis +2 Grad einen zu warmen Winterverlauf. Der Dezember gilt mit -0,5 bis +1 Grad noch als der "kälteste" Wintermonat. Bei der Niederschlagssimulation werden alle drei Wintermonate zu nass berechnet.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 01.09.2017

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns