Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 5. Januar

Nach einer kurzen hochwinterlichen Temperaturphase steigen bereits am Sonntag über dem Norden und zum Montag auch über dem Süden die Temperaturen verbreitet in den positiven Bereich an, was dazu führen kann, dass die Niederschläge über den Gebieten etwa nördlich der Mittelgebirge und tieferen Lagen südlich davon nach anfänglichem Schneefall wieder in Regen übergehen können. Winterlich bleibt es bis einschließlich Montag wohl ab den mittleren Lagen über dem Süden von Deutschland (Details s. Wetter Januar 2017 | Schneeprognose).

Deutschland liegt nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zum Start in die neue Woche am östlichen Rand eines Hochdrucksystem mit Kern auf dem Atlantik zwischen Island, England und den Azoren und im Einflussbereichs eines Tiefdrucksystems über dem skandinavischen Raum. Im Verbund beider Systeme dreht der Wind kurzzeitig auf West und führt mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Schneefallgrenze über dem Süden auf mittlere Lagen und über dem Norden auf 800-1.300 Meter ansteigen lassen kann. Ab Dienstag und Mittwoch verlagert sich das Hochdrucksystem etwas weiter nach Westen, was über Deutschland zu einer nordwestlich orientierten Grundströmung führt und somit wieder etwas kühlere Luftmassen advehiert werden können. Die Schneefallgrenze kann demnach zwischen 400-700 Meter schwanken und kurzzeitig auch darüber liegen. Milde Temperaturen werden mit +2/+7 Grad über dem Nordwesten berechnet, während über dem Südosten die Tageswerte - je nach Höhenlage - zwischen -1/+3 Grad schwanken können. In der Nacht auf Donnerstag verlagert sich ein weiteres Tiefdrucksystem vom Island nach Skandinavien und führt in der Höhe erneut einen Schwall milderer Luftmassen heran, bevor zum 13./15. Januar mit einer nordwestlichen bis nördlichen Grundströmung bis zum 18. Januar wieder kältere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz gelangen können.

Das europäische Wettermodell berechnet die Großwetterlage ganz ähnlich, jedoch mit den Unterschied, dass am 12. Januar deutlich mildere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können, was die bis dahin verbreitet vorhandene Schneedecke ab ca. 400-800 Meter weiter abschmelzen lassen kann. Darüber hinaus berechnet auch das europäische Wettermodell mit einer nordwestlichen Grundströmung einen eher nasskalten Wettercharakter mit Optionen auf Schnee ab den mittleren Lagen.

Wie sind die Simulationen der Wettermodelle zu bewerten? Milder wird es alleine schon mit der westlichen bis nordwestlichen Grundströmung über dem Norden und Westen, da die bodennahen Luftmassen sich über der Nordsee erwärmen und sich erst weiter im Landesinneren abkühlen können. Zudem bestätigen die Kontrollläufe einen Temperatursprung der Mittelwerte in der Höhe von ca. 1.500 Meter am 5. Januar von -15 bis zum 10. Januar auf +1,2 Grad, sinkt aber im Zeitraum vom 11./20. Januar wieder auf -4/-8 Grad ab. Ab Höhentemperaturen von ca. -3/-5 Grad ist Schneefall bis 400-500 Meter und von -4/-7 Grad ist Schneefall bis in tiefere Lagen möglich. Mit anderen Worten berechnen die Kontrollläufe im zweiten Januar-Drittel eine für die Jahreszeit durchaus typisch nasskalte Wetterlage, welche die Optionen auf winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen zwischen 400-600 Meter aufrecht erhält.

Wie wahrscheinlich ist ein nachhaltiger Winter bis in tiefere Lagen im Zeitraum vom 12./20. Januar? Es sind hin und wieder auch Schneefälle bis in tiefere Lagen möglich, jedoch kann die sich möglicherweise ausbreitende Schneedecke vor allen in den Ballungsgebieten über dem Westen nicht sonderlich lange halten. Schaut man sich die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) an und unterscheidet diese von Nord nach Süd, so liegen diese am 15. Januar über dem Norden bei 20/55/25 und über dem Süden bei 50/40/10 und am 20. Januar über dem Norden bei 45/45/10 und über dem Süden bei 75/20/5. Varianten, welche für Tageshöchstwerte unter -5 Grad sorgen können, haben nach den Kontrollläufen zum aktuellen Stand eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent. Das spiegelt zum aktuellen Stand die wohl kommende Wetterlage am besten wieder: teils winterlich, teils nasskalt. Die nächsten Aktualisierungen zur Winterprognose erfolgen heute jeweils um 17:00 und 21:00 Uhr in unserer Rubrik zum Wetter Winter 2016/17.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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