Hoher Luftdruck dominiert weitestgehend das Wettergeschehen bis einschließlich Sonntag. Lediglich am Freitag greift eine schwache Störung auf Deutschland über und kann über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge für etwas Niederschlag sorgen, sonst bleibt es allgemein trocken. Die Temperaturen steigen wieder an und können bis zum Sonntag verbreitet Werte zwischen +19/+24 Grad, örtlich bis +26 Grad erreichen. Erst zum Start in die neue Woche zeigt sich der Wettercharakter von Westen her zunehmend unbeständiger und auch wieder kühler (s. Wetter September 2016).

Betrachtet man die Großwetterlage, so liegt am Sonntag im Bereich der Barentssee und zwischen den Azoren/der Mittelmeerregion jeweils ein kräftiges Hochdrucksystem. Beide Hochdrucksysteme streben danach, eine Hochdruckbrücke zueinander aufzubauen, was auch bis zum Sonntag gelingen mag, jedoch im weiteren Verlauf kommen die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone weiter nach Osten voran und erreichen zum Montag Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Bleibt es bei einer kurzen Störung, oder setzt sich die atlantische Frontalzone durch? Die Hochdrucksysteme sind nach den jüngsten Berechnungen der Wetter weitestgehend stabil, so dass der Einfluss der Störung am Montag nur von kurzer Dauer sein könnte - gut möglich, dass diese Störung Deutschland auch gar nicht erreicht, bzw. sich wie die Störung am Freitag auch über Deutschland auflösen kann. So ist voraussichtlich zum Dienstag wieder mit einem beständigeren Wettercharakter zu rechnen. Aber das bleibt nicht so. Warum? Zwischen Grönland und Neufundland - also dort wo unsere "Wetterküche" entsteht - sammeln sich Kaltluftmassen an und sorgen im Zusammenspiel mit dem warmen Atlantik für entsprechende Temperaturgegensätze, was wiederum die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik anregt.

So liegt zum 27./28. September ein Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Island und England und bringt die Hochdruckbrücke in arge Bedrängnis. Die Hochdruckbrücke wird zum 28. September abgebaut und die Hochdrucksysteme ziehen sich über die Barentssee, bzw. über die Azoren zurück. Dazwischen entsteht eine Lücke, in welche die atlantische Frontalzone vorstoßen kann. In Folge daraus wird der Wettercharakter im Zeitraum 28./30. September mit einem unbeständigen, windigen und kühlen Temperaturcharakter wohl typisch herbstlich ausfallen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für diese Wetterentwicklung einzustufen? Es gibt noch weitere Varianten, aber um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: ein herbstlicher Wettercharakter ist Ende September wahrscheinlicher, als ein Verbleib der Hochdruckdominanz. Ob Sich die Großwetterlage nun im Oktober nachhaltig umstellen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend Oktober 2016.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen