Ab heute Abend sind bis Sonntag früh über den südlichen Landesteilen kräftige und länger andauernde Niederschläge zu erwarten, welche durchaus auch Unwetterpotential erreichen können. So sind bis Sonntagabend etwa über den Gebieten südlich der Mainlinie Niederschlagssummen zwischen 30-80, örtlich bis 130 l/m² nicht auszuschließen. Ob es tatsächlich so kommen mag, bleibt aber noch abzuwarten, da es im Detail sehr auf die Zugbahn der Starkniederschlagsfeldes ankommen wird (Nowcasting). Zum Start in die neue Woche beruhigt sich das Wetter über dem Süden wieder, so dass es bei wechselnder Bewölkung mit etwas Sonnenschein nur noch zu gelegentlichen Schauern kommen kann. Die Temperaturen sinken bis zum Mittwoch kommender Woche auf +14/+18 Grad ab und können mit etwas Sonnenschein auch nochmals über die +20 Grad Marke ansteigen.

So langsam macht sich nach den Hitzetemperaturen der vergangenen Tagen der Herbst bemerkbar. Nun hat der Herbst aber auch seine zwei Seiten: warm und trocken, oder windig, ungemütlich und kühl. Was wird sich im letzten September-Drittel durchsetzen? Das amerikanische Wettermodell berechnet zum 20. September ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum, welches sich bis zum 25. September noch verstärken kann, jedoch weiter nach Osten in Richtung Barentssee abgedrängt wird. So ist im Zeitraum vom 20./23. September der Aufbau einer Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und dem Skandinavienhoch möglich, so dass der Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz ruhig und mäßig warm ausfallen könnte. Im Zeitraum vom 24./30. September können nach diesen Berechnungen immer wieder Tiefdrucksysteme auf Deutschland übergreifen und kühlere Luftmassen heranführen. Anders formuliert zeigt sich der Herbst nach dieser Simulation mit unbeständigen Wetter und kühleren Temperaturen von seiner ungemütlichen Seite.

Anders sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Nach dieser Simulation bleibt das Hochdrucksystem über Skandinavien ortsfest, so dass sich zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch im Zeitraum vom 20./26. September eine beständige Hochdruckbrücke aufbauen könnte. So bliebe es in Folge dieser Wetterentwicklung weitgehend trocken und mäßig warm.

Die Tendenz zu hohem Luftdruck im letzten September-Drittel war in den letzten Tagen dominierend. Aber auch heute berechnen die Kontrollläufe über dem Süden vom 20./30. September nur eine schwache bis leichte Niederschlagsneigung, welche im Zeitraum vom 24./30. September nach Norden hin ansteigen kann. Eine Interpretation dessen wäre hoher Luftdruck über dem Süden und tiefer Luftdruck über Skandinavien und es bleibt abzuwarten, ob die Berechnung des europäischen Wettermodells mit einem mehr oder minder stabilen Hochdruckkonstrukt über Deutschland sich in den kommenden Tagen behaupten kann. Das Temperaturspektrum liegt am 22. September zwischen +13/+22 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Westen, +17 Grad über dem Süden und Norden und +15 Grad über dem Osten) und am 30. September zwischen +10/+25 Grad (Mittelwert: +17 Grad). Insbesondere der Mittelwert entspricht dabei den Jahreszeit-typischen Werten.

Das Langfristmodell simuliert in seinem heutigen Wettertrend für Oktober eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +0,5/+1 und über dem Osten bis +2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Im November liegt die Abweichung mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich und für den Winter zeigt sich im Dezember eine Abweichung von -0,5/+0,5 im normalen und im Januar und Februar 2017 mit +0,5/+2 Grad im zu warmen Bereich. In der Niederschlagserwartung zeigt sich der Oktober, Dezember und Januar gegenüber dem Sollwert zu nass und der November und Februar ohne weitere Auffälligkeiten.

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