Eine Störung sorgt am Wochenende und auch noch am Montag für eine erhöhte Schauer- und Gewitteraktivität, welche am Montag für einen spürbaren Temperaturrückgang verantwortlich sein kann. Im weiteren Verlauf baut sich wieder mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa auf, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz überwiegend in dessen Einflussbereich liegen können. Somit könnte der sommerliche Wettercharakter mit einer kurzen Unterbrechung bis zum 4. September erhalten bleiben (s. Wetter August | Wetter September).

Wie geht es weiter? In den letzten Tagen zeigte sich das Hochdrucksystem in den Simulationen der Wettermodelle als eine "zähe" Angelegenheit. So gelang es der atlantischen Frontalzone nicht, das Hochdrucksystem so weit nach Osten abzudrängen, dass dieses seinen Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa verlieren könnte. Das wird auch heute so im Zeitraum vom 4./10. September berechnet. Ob sich das Hochdrucksystem über dem östlichen Europa, oder dem skandinavischen Raum befindet, spielt in erster Betrachtung zunächst eine weniger wichtige Rolle. Vielmehr zeigt sich im gesamten Zeitraum eine langsame, aber dennoch stetig höhere Einflussnahme der atlantischen Tiefdruckausläufer auf das Wetter in Deutschland, Österreich und Deutschland.

Anders formuliert: das erste September-Drittel wird zum heutigen Stand mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit zu warm ausfallen. So liegt das Temperaturspektrum am 5. September zwischen +14/+28 Grad (Mittelwert: +20/+22 Grad) und am 10. September zwischen +13/+28 Grad (Mittelwert: +21 Grad). Insbesondere die Mittelwerte zeigen im ersten September-Drittel eine Temperaturtendenz, welche um 2/4 Grad über dem Jahreszeit-typischen Niveau liegen kann.

Das Langfristmodell zeigt noch keine Reaktion auf die aktuellen Simulationen. Der September soll demnach vom Temperaturniveau weitgehend normal ausfallen. Der Oktober und auch November werden leicht zu warm berechnet und die Wintermonate Dezember, Januar und Februar zeigen sich mit einer Temperaturabweichung von +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Der Dezember wäre nach dieser Berechnung noch der "kälteste " Wintermonat. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich sowohl im Herbst als auch Winter keine sonderlichen Abweichungen gegenüber den Sollwerten.

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