Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen weitgehend unbeständig und mit zeitweiligen Schauern ist zu rechnen, wenngleich die Dauerniederschläge der letzten Tage nun keine Rolle mehr spielen werden. Bereits zur Wochenmitte kann sich über dem skandinavischen Raum ein Hochdrucksystem positionieren, welches jedoch auf seinem südlichen Gradienten von einem Tiefdrucksystem unterwandert werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich in der Simulation eine Ostwärtsverlagerung des Hochdrucksystems, während im gleichen Zeitraum vom 23./28. September sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs über England bis über das westliche Skandinavien aufbauen kann. Somit kann die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik blockiert werden, allerdings zeigt sich mit dem Hochdruckkeil eine kurzweilige meridionalisierende Grundströmung über Mitteleuropa (Nord-Süd, Süd Nord). Im weiteren Verlauf kann sich bis zum 30. September der Hochdruckkeil in Form eines eigenständigen Hochdrucksystems über Skandinavien etablieren. Welche Auswirkungen hat das auf das Wetter über Deutschland? Die atlantische Frontalzone wird abgeschnitten und über der Mittelmeerregion liegt noch ein Tiefdrucksystem, welches aufgrund seiner Rotationsbewegung relativ warme aber auch feuchte Luftmassen aus Südosten, bzw. Osten nach Deutschland führen kann. Positioniert sich im weiteren Verlauf das Hoch über Skandinavien, so wird es im Detail darauf ankommen, wie dessen Achsverlauf sein wird. Zum heutigen Stand simuliert das amerikanische Wettermodell eine von Südwest nach Nordost verlaufende Achse, was relativ kühle bis milde aber zunehmend trockene Luftmassen nach Deutschland führen kann (Nord-Süd Gefälle). Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, wobei der Hochdruckkeil nicht über dem westlichen Europa nach Norden aufsteigt, sondern direkt über Mitteleuropa, sodass im Zeitraum vom 24./28. September mit einer relativ trockenen Witterung zu rechnen ist. Die Gemeinsamkeiten der Wettermodelle liegen heute erneut in einer Hochdruckausbildung über dem skandinavischen Raum, wenngleich der Zeitpunkt noch unterschiedlich interpretiert wird. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich eine von Süd/West nach Nord/Ost abnehmend Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 24./30. September, was für ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum spricht. Das Temperaturspektrum liegt mit +10/+23 Grad (Mittelwert: +18 Grad über dem Osten, sonst +16/+17 Grad) am 24. September und +8/+24 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad) am 30. September überwiegend im Jahreszeit-typischen Bereich mit der Tendenz auch leicht zu warm ausfallen zu können.

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