Die kommenden Tage zeigen sich nach der aktuellen Wettervorhersage unbeständig bei nur mäßig warmen Temperaturen - je nach Niederschlagsdauer können die Temperaturen auch herbstlich erscheinen und vor allem die Nächte können mit Temperaturen unter +10 Grad recht frisch werden. Bleibt das so? Die Wettermodelle simulieren heute eine einheitlichere Tendenz für eine Entwicklung von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum, so dass sich im Wesentlichen drei Entwicklungsszenarien ergeben können. In der ersten Variante liegt im Zeitraum zwischen dem 23./25. September ein kräftiger Tiefdruckwirbel über Grönland, dessen Gegenspieler sich in Form eines ebenso kräftigen Hochdrucksystems über Skandinavien aufbaut. Dazwischen gelingt es einem gradientenschwachen Tief sich bis über das Mittelmeer zu positionieren, bevor im weiteren Verlauf das Hochdrucksystem über Skandinavien mit einer Verbindung zum Hochdrucksystem über den Azoren die atlantische Frontalzone völlig blockiert. In Folge daraus zeigt sich zwischen dem 23./25. September noch ein leicht wechselhafter Wettercharakter, wobei es vielerorts schon trocken bleiben kann und auch die Temperaturen können sich mit zunehmender Sonnenscheindauer weiter erwärmen und bis zum 30. September Werte von zumeist um die +20 Grad Marke herum erreichen - typischer Altweibersommer wäre demnach im letzten September-Drittel dominierend. In der zweiten Variante gelingt es dem Tief sich stärker über der Mittelmeerregion zu positionieren und "unterwandert" sozusagen das Hoch über Skandinavien, was den Wettercharakter wechselhafter und die Temperaturen kühler erscheinen lässt. In der dritten Variante kommt es zu einer gradientenschwachen "Durchmischung" beider Systeme, was ebenfalls einen leicht unbeständigen Wettercharakter bei Jahreszeit-typischen Werten zur Folge haben kann. Geht es nach den Kontrollläufen, so zeigt sich eine von Süd/West nach Nord/Ost abnehmende Niederschlagsaktivität im Zeitraum zwischen dem 24./30. September, was mehrheitlich für ein Tief über der Mittelmeerregion und einem Hoch über Skandinavien spricht (zweite Variante). Im Temperaturverhalten zeigt sich eine langsam positive Temperaturtendenz, wenngleich diese vielerorts als Jahreszeit-typisch zu bezeichnen ist. So liegt das Temperaturspektrum am 24. September zwischen +12/+22 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad) und am 30. September zwischen +12/+24 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad). Das Langfristmodell bleibt seinen Simulationen der letzten Wochen weiterhin treu und berechnet für den Oktober mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad einen weitgehend normalen Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert, welcher mit einer Abweichung von +1/+3 Grad in den Monaten November bis Februar zu warm bis deutlich zu warm Verlaufen kann. Allerdings bleibt diese Simulation zum heutigen Stand fraglich, da sog. Randfaktoren eher für einen normalen Temperaturverlauf in den Wintermonaten sprechen (s. Wettertrend Winter vom 15. September).

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