Das Wetter vom Wochenende bis zur Wochenmitte erinnert in der aktuellen Wettervorhersage stark an typisches Frühsommerwetter. So liegen die Temperaturen zumeist über der +20 Grad Marke und können vor allem in Richtung Osten auch über der +25 Grad Marke liegen. Der Grund hierfür ist die Konstellation der Wettersysteme zueinander, bei der Deutschland zunehmend zwischen die Fronten eines Tiefdrucksystems über dem Westen und eines Hochs über dem östlichen Europa gelangen kann. Die Grundströmung kommt somit aus südlichen Richtungen, was die Zufuhr von warmen - aber auch feuchten - Luftmassen ermöglicht, so dass im Schwerpunkt über dem Westen und Südwesten sich eine erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern einstellen kann. Im Zeitraum zwischen dem 17./23. September simuliert das amerikanische Wettermodell weiterhin eine "Patt"-Situation der Systeme zueinander über Mitteleuropa, so dass die Wahrscheinlichkeit für eine warme bis mäßig warme aber auch feuchte Südwest- bis Südströmung erhalten bleiben kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, allerdings mit dem Unterschied, dass die Tiefdrucksysteme etwas weiter nach Osten vorankommen können. In Folge daraus stellt sich aber auch nach dem europäischen Wettermodell ein weitgehend feucht-warmes Grundmuster beim Wetter ein. So bleiben zusammenfassend in den gängigsten Varianten der Wettermodelle die warmen bis normalen Temperaturaussichten wahrscheinlicher, als die zu kühle Varianten. Die Kontrollläufe stützen den warmen Temperaturverlauf im Zeitraum zwischen dem 17./23. September weitgehend, wenngleich die Temperaturtendenz sich insgesamt bis zum 23. September normalisieren kann. So liegt das Temperaturspektrum am 18. September zwischen +12/+28 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad über dem Norden und Westen und +19/+20 Grad über dem Westen und Süden) und am 23. September zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad). Das Langfristmodell simuliert für den September mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad einen normalen bis leicht zu kühlen Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Blickt man noch etwas weiter in die Zukunft, so zeigt sich der Oktober nach dem Langfristmodell ein weitgehend normaler Temperaturverlauf, welcher im November, Dezember, Januar und auch Februar mit einer Abweichung von +1/+3 Grad deutlich zu warm verlaufen kann. Somit bleibt das Langfristmodell seinen Simulationen der letzten Wochen treu, wenngleich andere Randfaktoren noch dagegen sprechen.

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