Bis zum kommenden Wochenende sind sich die Wettermodelle weitgehend einig: teils neblig-trüb, teils sonnig bei weiterhin ansteigenden Temperaturen auf mäßig milde Werte. In Folge daraus nimmt auch in tieferen und mittleren Lagen im Süden die Schneedecke zunehmend ab. Am Samstag und Sonntag kann zum heutigen Stand im Westen und Südwesten die Niederschlagsneigung etwas ansteigen, sonst wird weiterhin ein trockener Witterungscharakter simuliert. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Februar herrscht mittlerweile auch eine große Übereinstimmung in den Simulationen der Wettermodelle. So kann nach dem kurzen Tiefdruckeinfluss am Wochenende das Hochdrucksystem wieder an Dominanz über das Wetter in Mitteleuropa gewinnen und den Grundcharakter insgesamt niederschlagsarm halten, wobei teils zähe Nebelfelder nicht auszuschließen sind. Im gradientenschwachen Umfeld bleiben auch die Temperaturen nahezu unverändert und pendeln sich - je nach Sonnenscheindauer - auf +4/+8 Grad, bzw. auf -1/+4 Grad ein. Mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten simulieren die Wettermodelle noch eine spannende Wetterphase zum Beginn des letzten Februar-Drittels, bei der es im Detail auf die Hochdruckposition ankommt. Das amerikanische Wettermodell simuliert ein sich verstärkendes Hochdrucksystem und positioniert es zum 21. Februar westlich von Irland mit einem Kerndruck von 1050 hPa. Das europäische Wettermodell folgt dieser Variante des amerikanischen Wettermodells weitgehend und positioniert zum 21. Februar das Hoch mit einem etwas schwächeren Kerndruck von 1040 hPa noch etwas weiter westlicher, zwischen Irland und Neufundland. Spielt man die möglichen Varianten durch, so bleiben drei Wesentliche Szenarien übrig. Zum einen kann sich das Hochdrucksystem zu einem neuerlichen Blockadehoch auf dem Atlantik aufbauen und eine aufkeimende Westwindzirkulation unterbinden. In Folge daraus könnte sich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu einer Nordwestwetterlage oder auch Trogwetterlage über Mitteleuropa ergeben, so dass der Winter in mittleren Lagen, teils aber auch tieferen Lagen noch nicht als beendet bezeichnet werden kann. In einer zweiten Variante könnte das Hochdrucksystem der atlantischen Frontalzone nichts entgegensetzen und sich zunehmend nach Süden zurückziehen. Eine sich langsam aber stetig weiter aufbauende Westwindzirkulation wäre demnach die wahrscheinlichste Variante, bei der Winterwetter bis in mittlere Lagen nur wenig wahrscheinlich wäre. In der dritten Variante verschiebt sich das Hoch in einer West-Ost Achse wieder über Mitteleuropa und blockiert sämtliche Wetteraktivitäten, so dass mit einem Fortbestand der ruhigen und mäßig milden Wetterlage zu rechnen wäre. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe sind sich bis zum 20. Februar weitgehend einig und belassen es beim mäßig milden und weitgehend ruhigem Wetter. Im Zeitraum 20./25. Februar simulieren die Kontrollläufe eine sich normalisierende Temperaturtendenz, so dass nach einer mäßig milden Phase eine nasskalte Witterungsphase nachfolgen könnte. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. Februar zwischen 0/+9 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad) und am 25. Februar zwischen -5/+10 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 22. Februar bei 10/30/60 und am 26. Februar bei 30/40/30, was den Normalisierungstrend der Temperaturen im letzten Februar-Drittel etwas deutlicher macht. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Bis zum 20. Februar simulieren die Wettermodelle kaum Veränderungen: überwiegend dominiert hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, so dass mit einen relativ trockenen Witterungscharakter gerechnet werden kann. So liegen die simulierten Niederschlagssummen bis zum 19. Februar zwischen 0 und 8 l/m², wobei im Westen und Südwesten die Niederschlagwahrscheinlichkeit höher als im Osten und Norden einzustufen ist. Spannend bleibt weiterhin der Ausblick in das letzte Februar-Drittel, wo der Variantenreichtum der Simulationen von tiefwinterlich kalt bis frühlingshaft mild reicht. Im Mittelwert dominiert aber weiterhin die nasskalte bis mäßig milde Variante. Beide Wettermodelle simulieren im letzten Februar-Drittel eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für einen Polarwirbelsplitt, so dass nach dieser milden Phase ein erneuter "Wintereinbruch" im letzten Februar-Drittel nicht gänzlich auszuschließen ist. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 20. Februar bei 0/30/70 und am 26. Februar bei 15/30/55 und sprechen somit noch eine andere Sprache.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!