Nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle zeigt sich zum Monatswechsel die Möglichkeit zur Veränderung der Zirkulationsstruktur von West-Ost in eine Nord-Süd Richtung, so dass die Optionen für winterliche Wetterverhältnisse von den mittleren Lagen langsam auch bis in tiefere Lagen in den Simulationen eine zunehmende Tendenz haben. Zeitgleich wird auch eine rege Niederschlagsaktivität simuliert, so dass bei einem Eintreffen durchaus mit kräftigen Neuschneezuwachs ab den mittleren Lagen zu rechnen ist. All diese winterlichen Varianten hängen jedoch direkt, bzw. indirekt mit dem Polarwirbel und dessen Entwicklung zusammen, so dass eine winterliche Phase Anfang Februar zwar wahrscheinlich, aber zum heutigen Stand noch nicht gesichert ist. Warum? Ein Hochdrucksystem bringt den Polarwirbel in den gängigsten Varianten der Wettermodelle in arge Bedrängnis und in einigen Varianten kann daraus auch ein Polarwirbelsplitt (mindestens zwei Teile) erfolgen. Entscheidend für winterliche Verhältnisse über Mitteleuropa ist nicht der mögliche Splitt selbst, sondern der Achsverlauf des "Polarhochs", welches nach dem amerikanischen Wettermodell in den ersten Februar-Tagen für alle Freunde des Winterwetters positiv verläuft, jedoch den Polarwirbel noch im ersten Februar-Drittel so beeinflusst, dass der für Mitteleuropa dominante Wirbel über Grönland/Kanada weitgehend intakt bleiben kann. So ist es nach dem amerikanischen Wettermodell nur eine Frage der Zeit, als dass sich trotz eines möglichen Splitts ein West-Ost ausgerichtetes Zirkulationsmuster einstellen könnte. Auch das europäische Wettermodell zeigt in seinen Simulationen eine arge Bedrängnis des Polarwirbels. Im Unterschied zum amerikanischen Wettermodell keilt das Azorenhoch jedoch deutlich weiter westlich nach Norden hoch, so dass ein Trog Mitteleuropa mit kühleren Luftmassen sich nachhaltiger entwickeln könnte, als es nach dem amerikanischen Wettermodell der Fall ist. Was ist im Zeitraum 1./10. Februar wahrscheinlicher - Winterwetter, nasskalt oder mild? Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 1. Februar zwischen -5/+3 Grad (Mittelwert: +0 Grad im Osten und Süden und +1/+2 Grad im Westen und Norden), am 5. Februar zwischen -6/+9 Grad (Mittelwert: -3/-2 Grad im Süden und Osten und +0 Grad im Westen und +2 Grad im Norden) und am 9. Februar zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: -2 Grad im Süden, +0 Grad im Osten und +3 Grad im Westen und Norden). Anders ausgedrückt sind winterliche Verhältnisse im ersten Februar-Drittel ab den mittleren Lagen sehr wahrscheinlich und in tieferen Lagen im Süden und Osten gut möglich. Im Westen und Nordwesten bleibt der Trend - zum heutigen Stand - in tieferen Lagen überwiegend nasskalt, wobei auch hier Schneephasen nicht auszuschließen sind. Die kommende Wetterentwicklung ist im steten Fluss, so dass noch Veränderungen möglich sind. Mehr dazu heute Abend in einem Update der Wetterprognose zum Wetter im Februar.

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