Insbesondere im Süden und Osten sind "weiße Weihnachten" zwischen dem 25./26. Dezember noch nicht gänzlich unmöglich, in mittleren und höheren Lagen sogar wahrscheinlich. Zum heutigen Stand werden die Simulationen der Wettermodelle für die Tage dazwischen einheitlicher, im Detail bleibt die Komplexität aber erhalten - insbesondere in der Bestimmung der Schneefallgrenze (kurzfristige Veränderungen im Detail zum aktuellen Stand wahrscheinlich). Im Grundmuster wird zwischen dem 26./28. Dezember ein Tiefdrucksystem bei England simuliert, welches nach dem amerikanischen Wettermodell bis zum 28. Dezember über die Nordsee nach Skandinavien zieht und dabei ein schwaches Mittelmeertief initialisieren kann. Die Temperaturen werden mit einer kräftigen Süd-, später Nordströmung (teils stürmische Böen) kräftig durcheinander gemischt, so dass sich im tieferen Lagen eine zumeist nasskalte Witterung mit Temperaturen zwischen +0/+3 Grad einstellen kann. Die Schneefallgrenze steigt am 27. Dezember mit einsetzendem Niederschlag kurzzeitig bis auf über 1.000 Meter an, sinkt mit Winddrehung auf Nord (in der Nacht auf den 28. Dezember) auf mittlere Lagen zwischen 400-800 Meter ab. Nachfolgend ist im Zeitraum zwischen dem 28./29. Dezember mit einer leicht erhöhten Schaueraktivität zu rechnen, welche bei Temperaturen von +1/+4 Grad im Westen, sonst zwischen -1/+2 Grad auch bis in tiefere Lagen hinab in Schnee übergehen können. Winterliche Verhältnisse mit der Ausbreitung einer dünnen Schneedecke ist demnach ab den mittleren Lagen zu rechnen. Zum 30. Dezember macht sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs bemerkbar, so dass die Niederschläge allmählich nachlassen und die Sonne bei Temperaturen zwischen -2/+1 Grad, im Westen bis +3 Grad zum Vorschein kommen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so tropft das Tief weiter westlich - über Frankreich - in Richtung Mittelmeer ab. In Folge daraus bleiben in den Niederschlagsgebieten im Süden die Höhentemperaturen zwischen +0/-3 Grad im zu "milden Bereich", so dass demnach die Schneefallgrenze eine spannende Angelegenheit bleibt, da es im Detail auf die genaue Zugbahn des Tiefdrucksystems ankommt - nach den aktuellen Simulationen liegt diese im Zeitraum zwischen dem 27./28. Dezember schwankend zwischen 600-1.000 Meter. Im weiteren Verlauf legt sich zwischen dem 29./30. Dezember ein Hochdrucksystem zwischen England und Polen quer über Deutschland, so dass die Niederschläge insbesondere nördlich der Mittelgebirge und voraussichtlich auch im Süden nachlassen und die Tageswerte sich in tieferen Lagen um den Gefrierpunkt einpendeln können, während in den höheren Lagen sich wärmere Luftmassen durchsetzen können (Inversionswetterlage). Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den kurzen - vorderseitigen - Temperaturanstieg am 27. Dezember und nachfolgend einen Rückgang auf überwiegend nasskalte, im Süden und Osten auch winterliche Werte bei einer nachlassenden Niederschlagsaktivität ab dem 29. Dezember. So liegt das Temperaturspektrum am 27. Dezember zwischen -6/+6 Grad (Mittelwert von +3 Grad im Süden und Westen, +0 Grad im Norden und -1 Grad im Osten) und am 30. Dezember zwischen -7/+4 Grad (Mittelwert: -1 Grad im Süden und Osten und +2/+3 Grad im Norden und Westen). Die Verhältnisse von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) bestätigen im Wesentlichen einen Jahreszeitlich durchschnittlichen Temperaturtrend der Kontrollläufe: 27. Dezember 45/55/0 und am 30. Dezember 55/45/0. Gegen 20:50 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle eine Aktualisierung von dieser Wetterprognose, gegen 15:00 Uhr erfolgt eine weiterer Wettertrend für das Wetter an Silvester und gegen 17:00 Uhr ein erster Witterungstrend für das Wetter im Januar.
Update:
Geht es nach der aktuellen Simulation des amerikanischen Wettermodells, so schwenkt die Simulation etwas mehr in die Richtung nasskalt statt winterlich kalt. Dabei wird am 27. Dezember auf der Südflanke des Tiefdrucksystems über der Nordsee genügend Warmluft advehiert, so dass die Temperaturen auf +1/+4 Grad etwa westlich einer Linie Rostock - Zugspitze ansteigen, während östlich davon die Werte unter 0 Grad liegen können. Der Niederschlag lässt etwas auf sich warten und wird größtenteils am 27. Dezember als Regen im Nordwesten simuliert. Die Schneefallgrenze schwankt dabei zwischen 800-1.300 Meter im Westen und 300-1.000 Meter im Nordosten (die advehierte Warmluft lässt die Schneefallgrenze rasch ansteigen). Am 28./29. Dezember dann Übergang zu einer nasskalten Witterung (+1/+5 Grad) mit einer leicht erhöhten Schauerneigung und einer Schneefallgrenze, welche zwischen 300-500 Meter schwankt. Zum 30. Dezember nachlassende Niederschläge bei Temperaturen von knapp über 0 Grad im Süden und bis +5 Grad im Norden. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells wird die Zugbahn des Tiefdrucksystems anders berechnet und positioniert sich zum 28. Dezember direkt über der Westhälfte von Deutschland und am 30. Dezember über dem Mittelmeer. Mit der Positionsveränderung des Tiefdrucksystems gelingt dem Azorenhoch der Brückenschlag über England nach Skandinavien, so dass im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über dem Mittelmeer die Kaltluftmassen aus Nordost "angezapft" werden können. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen dem 27./29. Dezember im Westen und Norden um 400-800 Meter und im Osten und Süden um 200-600 Meter. Nachfolgend kann mit Hochdruckeinfluss zum 30. Dezember sich verbreitet Dauerfrost bei nachlassendem Niederschlag in Deutschland einstellen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so "drückt" sich das Tief zwischen dem 27./29. Dezember zwischen England, Frankreich und den Alpen in Richtung Mittelmeer und gleichzeitig schiebt sich im Norden das Hoch über dem westlichen Russland über Skandinavien bis England. Das "könnte" für die Regionen südlich der Mainlinie einiges an Niederschlag bringen, wobei die Schneefallgrenze zum aktuellen Stand zwischen 300-600 Meter schwanken kann. Die Wetterentwicklung bleibt komplex, zeigt aber im Trend weiterhin eine nasskalte Tendenz für tiefere Lagen und durchaus winterliche Optionen ab den mittleren Lagen (400-800 Meter). Das Temperaturspektrum liegt am 28. Dezember zwischen -5/+5 Grad (Mittelwert: +3 Grad im Norden und Westen, +2 Grad im Süden und -1 Grad im Osten) und am 30. Dezember zwischen -7/+5 Grad (Mittelwert: -1 Grad im Süden und Osten und +1 Grad im Norden und Westen). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 28. Dezember bei 20/80/0 und am 30. Dezember bei 55/45/0. Auffällig dabei ist, dass warme Varianten jenseits der +5 Grad Marke im Zeitraum 27./30. Dezember in den Kontrollläufen kaum mehr eine Rolle spielen.

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