Der nasskalte Wettercharakter ist bis zum 26. Januar zwischenzeitlich mit 58 Prozent äußerst wahrscheinlich geworden. Der Grund ist die Konstellation zwischen hohem Luftdruck über Skandinavien und den Azoren und vom Atlantik kommende Tiefdrucksystemen, welche in einer Nordwest-Südostrichtung über Deutschland hinweg ziehen. Da die kalten Luftmassen über dem nördlichen Europa nicht all zu weit entfernt sind, sind in der kommenden Woche Schneefalloptionen nördlich der Mittelgebirge bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen. Als Wintereinbruch ist das aber nicht zu bezeichnen, vielmehr als nasskaltes "Schmuddelwetter". Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle unterschiedliche Lösungen, jedoch gehen fast alle in die Richtung nasskaltes Wetter mit einer weiter herab sinkenden Schneefallgrenze. Die Kontrollläufe stützen diesen Trend mehrheitlich. So zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 26. Januar Werte zwischen -6/+5 Grad bei einem Mittelwert von +0 Grad im Süden und +1 Grad im Norden. Darüber hinaus sind die Randfaktoren indes äußerst interessant und deuten mehrheitlich auf ein winterliches Szenario Ende Januar, Anfang Februar hin. Zum einen steht im Zeitraum zwischen dem 25./29. Januar möglicherweise ein Polarwirbelsplitt bevor und zum anderen wird dem Polarwirbel durch mehrere Minor-Warmings zugesetzt. Für Anfang Februar wird - je nach Wettermodell - auch ein Major-Warming in Betracht gezogen. Und was bedeutet das? Vereinfacht ausgedrückt sind diese Randfaktoren für Wettermodelle und deren Simulationen schwer zu erfassen - diese müssen erst eintreten, damit sie nicht nur als theoretischer Faktor die Simulationen beeinflussen . Es würde also nicht verwundern, wenn die Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Tagen "plötzlich" winterliche Szenarien darstellen. Ist Winterwetter unter solchen Bedingungen gesichert? Keineswegs, denn auch bei einem möglichen Polarwirbelsplitt kommt es immer darauf an, wo dieser stattfindet und wie die Achse des Polarhochs verläuft. Anders ausgedrückt gibt es Polarwirbelsplitts, bei denen es in Mitteleuropa mild bleibt (mehr zum Thema Polarwirbelsplitt). Zusammenfassend kann man zum heutigen Stand behaupten, dass zum Monatsende kältere Lösungen gegenüber den milden Varianten in einem Verhältnis 60:40 wahrscheinlicher sind. Das Langfristmodell lässt sich (noch) nicht davon beeindrucken und simuliert gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel die Temperaturen für Februar normal bis leicht zu mild. Gegen 20:15 Uhr erfolgt eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Die Wettermodelle werden ab dem 23./26. Januar für höhere Lagen zunehmend kälter. Ein Wintereinbruch ist oberhalb 200-300 Meter noch im letzten Januar-Drittel als wahrscheinlich einzustufen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wandelt sich zum Monatsende das Minor-Warming in ein Major-Warming. Sollte das so kommen, wird ein winterlicher Abschnitt im Februar wahrscheinlich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so folgt noch in den letzten Januar-Tagen der Polarwirbelsplitt. Anders ausgedrückt deutet ab dem 26. Januar vieles auf winterliche Verhältnisse in höheren Lagen hin - ob es bis in tiefere Lagen reicht, muss noch abgewartet werden. Das Temperaturspektrum liegt am 26. Januar zwischen -7/+9 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad im Süden und +4 Grad im Norden.

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