Da viele von Ihnen sich eine ausführlichere Definition des Minor-/Major-Warmings gewünscht haben, gehen wir in unseren Wetterfragen näher darauf ein: Was ist ein Major-Warming? Und nun - wann kommt der Winter? Die ersten 5 Januar-Tage bleiben dynamisch turbulent geprägt. In rascher Abfolge überqueren Tiefdrucksysteme teils mit starkem Wind Deutschland von West nach Ost. In den Zwischenphasen wird es kurzzeitig kühler, von Winterwetter kann man jedoch unter diesen Bedingungen nicht sprechen. Nun hat das Minor-Warming in Stratosphärenhöhe bereits begonnen und wird im Zeitraum zwischen dem 2./4. Januar sein Maximum mit -14 Grad erreicht haben. Ob sich in Folge daraus ein Major-Warming entwickeln wird bleibt abzuwarten, die Wahrscheinlichkeiten hierfür liegen bei etwa 28 Prozent. So mehren sich aber dennoch die Signale einer Umstellung der Großwetterlage zwischen dem 4./8. Januar, da sich die "dicken Brummer" vom Atlantik weiter nach Osten positionieren - letztlich muss sich hier "nur" ein Tiefdrucksystem in Richtung Skandinavien abspalten, so dass sich hoher Luftdruck über der Grönlandsee manifestieren kann. Eine nasskalte bis winterliche Nordwest-/Nordlage wäre die Folge daraus. Die Rahmenbedingungen hierfür passen, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Umstellung im Verhältnis 55:45 gegeben ist. Zusammenfassend deutet vieles auf einen nasskalten bis winterlichen Abschnitt im Zeitraum zwischen dem 8./13. Januar hin. Die Kontrollläufe neigen mehrheitlich zu einem normalisierenden Temperaturverhältnis gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel, eine nasskalte bis zu milde Wetterperiode ist demnach zwischen dem 2./10. Januar die wahrscheinlichste Variante. Das Langfristmodell bleibt unverändert: Januar und Februar fallen demnach deutlich zu warm und im Westen zu nass aus (Süd-, bis Westwetterlage).

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