Nach Abzug des Kaltlufttropfens zur Wochenmitte schiebt sich von Süden her ein Hochdruckkeil nach Deutschland, so dass das Wetter zwischen dem 16./20. Oktober insgesamt einen weniger niederschlagsreichen Wettertrend hat, als das in den kommenden Tagen der Fall sein wird. Der Hochdruckkeil neigt sich zum 18. Oktober nach Südosten ab, so dass im Verbund mit einem kräftigen Tiefdrucksystem bei England eine relativ warme Südwestwetterlage entstehen kann. Das amerikanische Wettermodell simuliert eine recht stramme Südwestwetterlage, bei der die Temperaturen im Alpenvorland unter Föhnbedingungen zum 20. Oktober auch bis +22 Grad ansteigen könnten, wobei die Niederschlagssituation noch nicht eindeutig ist - tendenziell ist das Wetter bei Südwestwetterlagen im Nordwesten wechselhafter als im Südosten. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls die Südwestwetterlage zwischen dem 16./20. Oktober, wobei hier ein Teilcluster in Richtung Skandinavien zieht und zwischen dem 17./19. Oktober Deutschland überquert, was weniger warmes und niederschlagreiches Wetter zur Folge hat. Welche Simulation ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich eine warme und niederschlagsarme Südwestwetterlage zwischen dem 16./21. Oktober. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. Oktober zwischen +9/+20 Grad und der Mittelwert liegt bei +15 Grad. Der Ausblick auf das letzte Oktober-Drittel zeigt über der Nordhalbkugel die Ausbreitung kalter Luftmassen, was die Wetterdynamik weiter anheizen wird. Wenn viel Action auf dem Atlantik angesagt ist, kommt es über Mitteleuropa meist zu einer Gegenreaktion (Wellenbewegung) in Form eines Hochdrucksystems - zwei wesentliche Varianten sind zum heutigen Stand durchaus wahrscheinlich. Zum einen ist das Hochdrucksystem mit teils neblig-trüben, teils warmen goldenem Oktoberwetter möglich, zum anderen ist der Durchbruch der atlantischen Frontalzone denkbar, wobei das Zirkulationsmuster weiterhin die Tendenz zur gestörten Zirkulation hat. Ein Indiz für den Fortbestand der gestörten Zirkulation ist der Polarwirbel mit seiner weit nach Süden verlagerten Position zwischen Grönland und Skandinavien. So reicht dessen gut ausgebildete Höhenkälte in der Stratosphäre mit -60 Grad bis über das südliche Skandinavien, bzw. nördliche Deutschland. Bedingt durch das Aufeinandertreffen von Kalt und Warm entstehen auf dem Atlantik kräftige Tiefdrucksysteme, die in der Höhenströmung Wellenbewegungen auslösen. Betrachtet man ausschließlich diese Entwicklung, so ist ein Hoch über Skandinavien oder Mitteleuropa eine durchaus wahrscheinlichere Option für das letzte Oktober-Drittel.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!