Bis zum kommenden Wochenende sollte es in Deutschland zu einer fast geschlossenen Schneedecke reichen, wobei im Süden bis zu 20 cm und mehr möglich sind. So wie es die aktuellen Simulationen einheitlich zeigen, könnte von Sonntag auf Montag von Südwesten her zu erneutem Niederschlag kommen, wobei die Schneefallgrenze allmählich auf bis 400 Meter ansteigen könnte. Im Detail muss man die Entwicklung des Tiefdrucksystems noch abwarten, da eine andere Position auch anderes Wetter bedeutet. Grundsätzlich geht der Wettertrend über den 11. Februar zu einer gradientenschwachen Wetterlage, wobei sich in der Höhe immer mehr mildere Luftmassen über die tiefer liegende Kaltluft schieben. Durch die fehlende Durchmischung verbleiben die Temperaturen in den Niederungen und über Schnee meist um 0 Grad. Überall dort, wo die Sonne sich blicken lassen kann und unter 300 Meter liegen, können die Temperaturen auch bis +0/+3 Grad ansteigen. Oberhalb etwa 800 Meter wirds es ebenfalls zunehmend milder, so dass in den Mittelgebirgen, im Bayrischen Wald, Schwarzwald und den Alpen tagsüber +0/+5 Grad möglich sind. Mann nennt solche eine Wetterlage auch eine Inversionswetterlage. Niederschläge gibt es ab dem 12. Februar nur noch vereinzelt und begrenzen sich auf die Gebiete, in denen die Hochnebel-/Nebeldecke recht dick ist. Die Nächte bleiben mit -1/-8 Grad frostig. Aller Wahrscheinlichkeit nach bleibt diese Wetterlage bis zum 15. Februar bestehen, wobei noch vieles von der Zugbahn des Tiefdrucksystems am So./Mo. abhängt. Wie geht es weiter, bleibt es winterlich? Die Frage ist noch offen, schaut man sich die Druckgebilde nach dem 15. Februar an, so zeigt sich die Wetterlage weiterhin gradientenschwach, wobei die Hochdruckbrücke Azoren-/Skandinavienhoch zunehmend "bröckelt". Zum heutigen Stand bleibt die "Gammelwetterlage" bis zum 18./19. Februar die wahrscheinlichste Option. Was macht der Polarwirbel? Von der ursprünglich simulierten Zentralisierung ist nicht mehr viel übrig, der AO-Index nimmt zunehmend negative Werte an und der NAO-Index bleibt leicht positiv bis normal. Die Kontrollläufe zeigen einheitlich die Inversionswetterlage bis zum 18./19. Februar. Im weiteren Verlauf nehmen kältere und wärmere Simulationen zu - im Mittel deutet sich aber eine Verlängerung der Inversionswetterlage an, wobei diese langsam milder werden könnte. Ein Indiz für eine länger andauernde Inversionswetterlage könnte der Jetstream sein, der weiterhin schwach bis mäßig und in konfuser Nord-Süd Struktur aufgebaut ist. Das Langfristmodell rechnet das Wetter im Februar gegenüber dem langjährigen Mittel zunehmend kälter. So sind die Temperaturen im Norden und Süden zwischen -1/-2 Grad, sonst zwischen -0,5/-1 Grad zu kalt simuliert. Die Gebiete südlich der Mittelgebirge fallen demnach zu nass aus, währen die Gebiete nördlich davon normal simuliert werden. Im Laufe des Abends wird diese Wetterprognose aktualisiert.
Update
Weiterhin simulieren die Wettermodelle das Tief von Sonntag auf Montag, welches zwischenzeitlich auch als gesichert gilt. Was nicht gesichert ist, ist dessen Zugbahn - am wahrscheinlichsten ist jedoch eine Schneefallgrenze im Westen und Süden von etwa 200 auf 400 Meter ansteigend. Im weiteren Verlauf bleibt die gradientenschwache Inversionswetterlage bis zur Monatsmitte bestehen, darüber hinaus zeigt sich die Tendenz zu langsam milderem Wetter (0/+4 Grad)

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