Ein Hauch von Winter kehrt in Lagen oberhalb etwa 400 Meter am kommenden Wochenende ein, darunter bleibt es überwiegend beim nasskalten Wetter. In der neuen Woche setzt sich dann von Westen her erneut das aktive Atlantikwetter kurzfristig durch, so dass der Trog vom Wochenende nach Osten hin verdrängt wird. Das Azorenhoch bleibt in seiner Struktur kräftig und keilt - je nach Wettermodell - zwischen dem 5./7. Februar in Richtung Grönland auf, was eine gestörte Zirkulation, inklusive eine Troglage in Mitteleuropa noch im ersten Februar Drittel sehr wahrscheinlich macht. Anders ausgedrückt werden winterliche Verhältnisse - auch im Flachland - zunehmend wahrscheinlicher. Das Strömungsmuster ist über Deutschland überwiegend nordwestlich ausgerichtet, was zeitweilige Niederschläge zur Folge haben wird, in Staulagen der Mittelgebirge und den Alpen können ordentliche Neuschneemengen hinzukommen (als Beispiel simuliert heute das amerikanische Wettermodell ein "Schneesturmtief" zum 6. Februar). Allerdings gibt es bei Nordwestlagen für die Winterfreunde im Nordwesten einen "Wermutstropfen" - Aufgrund der warmen Nordsee werden dort im ersten Februar Drittel tagsüber kaum negative Temperaturen erreicht werden können. Zusammenfassend wird das Wetter zunächst nasskalt mit Schneeoptionen oberhalb etwa 400 Meter, im weiteren Verlauf wird es in Lagen oberhalb 500 Meter zunehmend winterlicher, wobei bis zum 6./7. Februar Schneefälle bis in das Flachland möglich sind. Blickt man weiter in die Zukunft, so ist die Wahrscheinlichkeit für winterliche Verhältnisse höher einzustufen, als eine milde Wettervariante. Warum? Das Strömungsmuster zeigt sich in den Simulationen auch im zweiten Februar Drittel noch überwiegend gestört - zudem bleibt der AO-Index im negativen Bereich, wobei der Polarwirbelsplitt zunehmend in eine stärkere Wellenbewegung übergeht - was für Februar aber nichts ungewöhnliches ist. Blickt man auf das Temperaturspektrum der Kontrollläufe zum 10. Februar, so sind Tagestemperaturen von -8/+3 Grad möglich - im Mittel werden -2 Grad simuliert - auch hier ist ein winterlicher Wettertrend erkennbar. Das Langfristmodell korrigiert seine Simulation für das Wetter im Februar ebenfalls seine Temperaturprognose etwas nach unten und fällt gegenüber dem langjährigen Mittel etwas zu kalt bis normal aus, wobei im Süden mehr Niederschlag als im Norden zu erwarten ist. Im Laufe des Abends geben wir eine Aktualisierung dieser Wetterprognose heraus.
Update:
Das amerikanische Wettermodell sieht weiterhin eine winterliche Epsiode in Etappen, wobei in kurzen Schüben immer wieder mildere Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Das hätte nicht nur enorme Schneemassen in mittleren Lagen zur Folge, sondern auch kurzzeitig nasskaltes Wetter in tieferen Lagen. Das europäische Wettermodell zeigt frostige Temperaturen ab dem 7. Februar, allerdings weniger dynamisch und damit auch mit weniger Niederschlag verbunden. Über den 10. Februar hinaus zeigen beide Wettermodelle einheitlich den Trog über Mitteleuropa. Die Kontrollläufe stützen die winterlichere Variante des europäischen Wettermodells. Entscheidend ist die Positionierung der Systeme zum 5. Februar hin und ob sich der Hochdruckkeil über dem Atlantik behaupten kann oder nicht.

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