Wetter Frühling und Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 25.02.2021 - Welche Chancen hat der Spätwinter noch?

Weil es so schön war - Sonnenuntergang mit Saharastaub
Weil es so schön war - Sonnenuntergang mit Saharastaub

Der Saharastaub sorgt momentan noch für spektakuläre Sonnenauf- und Untergänge, doch nun erfolgt ein Luftmassenaustausch, was nicht nur klare, sondern auch kühlere Luftmassen nach Deutschland führt. Aber auch innerhalb des Polarwirbels zeichnet sich in der ersten März-Dekade eine Veränderung ab, die für den Frühling noch weitreichende Folgen haben kann.

Etwas kühler wird es mit einer nördlichen Grundströmung zum Wochenende. Der Grund ist die Verlagerung des aktuellen Hochdrucksystems in Richtung England, was entlang seines östlichen Gradienten die kühleren Luftmassen nach Deutschland führen kann.

Anfang März frühlingshaft mild

Das Hoch versucht sich Anfang März weiter in Richtung Skandinavien zu positionieren, wird aber durch eine zunehmend aktive Frontalzone nach Süden gedrückt. In der Entwicklung der Großwetterlage ist allerhand geboten, doch für Deutschland, Österreich und die Schweiz sind die Veränderungen bis zum 3. März minimal. Die Tageswerte pendeln sich zunächst auf +8 bis +12 Grad und zum 3. März auf +14 bis +18 Grad ein. Bedingt durch die Hochdruckdominanz bleibt es weitgehend trocken. Ein paar Regentropfen aber werden in der Nacht auf Donnerstag und Freitagvormittag in einem breiten Streifen entlang einer Linie von Köln und Dresden möglich sein. Viel ist mit 0 bis 3 l/m² nicht zu erwarten. Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter März.

Das Hoch verändert seine Position, doch hat das zunächst keine Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Hoch verändert seine Position, doch hat das zunächst keine Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland
© www.meteociel.fr

Das Tief über der Barentssee ist sehr interessant

Waren die Prognosen der beiden Vorhersage-Modelle gestern mit der Position des Hochdrucksystems uneinig, so stimmen die Berechnungen heute bis zum 3. März weitgehend überein. Warum das von Bedeutung ist? In den letzten Tagen zeichnete sich ab, dass um den 5. März herum ein wesentlicher Baustein für die weitere Wetterentwicklung gesetzt wird und dieser Zeitraum als Schlüsselszene gilt.

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Die atlantische Frontalzone setzt sich nicht nur über Skandinavien durch, ihr gelingt es sogar noch weiter nach Osten - in Richtung der Barentssee - vorzustoßen. Daraus ergibt sich das Potential einer Wetterlage, wie sie zum Beginn der zweiten Februar-Dekade einmal vorherrschend war.

Der Arctic Outbreak

Allen voran die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist mit einem Arctic Outbreak in den letzten Tagen recht forsch und hält diese Prognosen im weitesten Sinne aufrecht.

Polarhoch wird stärker

Mit steigendem Sonnenstand meldet sich das Polarhoch zurück und wird zum 5. März nicht nur kräftiger berechnet, sondern dehnt sich nach Süden in Richtung europäisches Nordmeer aus. Doch im Gegensatz zum Februar verlagert sich das Hoch nicht weiter nach Süden, sondern positioniert sich in Richtung Kanada und baut dort einen gewaltigen Hochdruckblock auf. Wenn man genau hinschaut, handelt es sich hierbei nicht um einen Polarwirbelsplit, sondern um ein Displacement.

Der aktive Teil des Polarwirbels wird in Richtung der Aleuten und zwischen der Kara- und Barentssee verschoben. Von den Azoren bis nach Alaska aber herrscht die Hochdruckdominanz vor und so wird ein Teil des aktiven Polarwirbels nach Deutschland abgeleitet.

Die Großwetterlage ändert sich zum Ende der ersten März-Dekade und eröffnet dem Spätwinter eine Chance
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zum 7. und 10. März: Die Großwetterlage ändert sich zum Ende der ersten März-Dekade und eröffnet dem Spätwinter eine Chance
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Extremwetter möglich

Bereits in der Übergangsphase ist zwischen dem 7. und 9. März mit einem erhöhten Unwetterpotential in Form von Randtiefentwicklungen mitsamt Starkwindereignissen sowie kräftigen Niederschlag zu rechnen. Tropft das System nachfolgend nach Süden ab, wird es empfindlich kühl. Für den 8. März werden Höchstwerte von +4 bis +8 Grad und für den 10. März zwischen -2 und +4 Grad berechnet.

Nasskalt mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

Sollte sich die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells exakt so abspielen, dann wären Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer zum Beginn der zweiten März-Dekade zu diskutieren. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter kann sich kurzzeitig Dauerfrost einstellen. Von langer Dauer ist dieser Kaltlufteinbruch aber nicht, doch mit einem nachhaltigen Frühlingswetter ist eben auch nicht zu rechnen.

Wie wahrscheinlich ist eine spätwinterliche Wetterphase

Eine kühlere Wetterphase, bei der es zu Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauern kommt, ist bis zum 10. April immer wieder möglich, was mit dem nun zunehmend instabiler werdenden Polarwirbel zusammenhängt. Ein Arctic Outbreak ist somit nichts Ungewöhnliches, sondern gehört zum März dazu. Meist aber sind diese Kaltluftausbrüche nur von kurzer Dauer.

Schaut man sich die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Nachmittag an, so wurde der Kaltluftvorstoß deutlich abgeschwächt. Betrachtet man zudem noch das Verhältnis zu den Kontrollläufen, so gehört die Wettervorhersage der Amerikaner zu den kältesten Varianten. Und so gleicht sich der Wettertrend der letzten Tage: möglich ist so ein spätwinterliches Geplänkel - keine Frage, wahrscheinlich aber ist eine andere Temperaturentwicklung.

Der Spätwinter bemüht sich redlich, scheitert aber in der Durchführung
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zum 10. März: Der Spätwinter bemüht sich redlich, scheitert aber in der Durchführung
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Auf den Punkt gebracht: nasskaltes bis Jahreszeiten-typisches Wetter

Und so ändert sich an der wahrscheinlichen Temperaturentwicklung wenig, wie auch die Wetterprognose des europäischen Wettermodells bestätigt. Dem Hoch gelingt es nicht sich in der Form zu behaupten, als dass ein ernsthafter Kaltluftvorstoß in Erwägung gezogen werden kann.

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Das Temperaturspektrum schwankt vom 1. bis 5. März in einem Bereich, der für die Jahreszeit um +3 bis +5 Grad zu warm ist. Nachfolgend normalisiert sich das Temperaturspektrum und pendelt sich mit einem Mittelwert von +5 Grad in dem Bereich ein, der für die erste März-Hälfe typisch ist. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer nicht auszuschließen und auch in den Nächten ist wieder mit Frost zu rechnen.

Kommt Regen?

Bis zum 5. März sind die Niederschlagssignale minimal ausgeprägt und in der Fläche bleibt es weitgehend trocken. Vom 5. bis 12. März steigt das Niederschlagsniveau etwas an, die großen Regenmengen aber zeichnen sich nicht ab.

Dass es bis zum 5. März weitgehend trocken bleiben kann, geht besonders deutlich aus den Druckanomalien hervor. Das Hoch bleibt vorerst omnipräsent. Was man aber auch erkennen kann, ist die Verlagerung eines Tiefdruckzentrums in Richtung der Barentssee. Eine strukturelle Umstellung der Großwetterlage rückt nach dem 5. März in Reichweite.

Die Hochdruckdominanz zieht sich bis in den März hinein
Die Druckanomalien bis zum 5. März: Die Hochdruckdominanz zieht sich bis in den März hinein
© www.climatereanalyzer.org | www.meteociel.fr

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
3. März +8 bis
+15 Grad
+11 Grad bis
+13 Grad
7. März -1 bis
+13 Grad
+6 bis
+8 Grad
12. März -1 bis
+15 Grad
+7 bis
+9 Grad
Diagramm Temperaturen März 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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