Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 08.03.2020 - Der Frühling muss warten

Spätwinterliche Wettererscheinungen. Ein Hoch strebt nach Norden auf leitet in diesem Prozess die Zufuhr kühlerer Luftmassen ein. Nachfolgend verändert sich die Grundströmung und eine gestörte Zirkulation bestimmt die Großwetterlage.

Spätwinterliche Wetterereignisse bleiben möglich
Spätwinterliche Wetterereignisse bleiben möglich

Auf dem Atlantik entstehen derzeit kräftige Tiefdruckgebiete, die ab Dienstag das Wetter über Deutschland vermehrt mit stürmischen Winden beeinflussen werden. Über exponierten Lagen und den Küstenregionen sind im Schwerpunkt am Dienstag und Donnerstag schwere Sturmböen nicht auszuschließen.

 

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Der Wind führt sehr milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, was die Tageswerte am Mittwoch und Donnerstag auf +13 bis +17 Grad und örtlich bis +20 Grad in den frühsommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann. Doch die Frühlingsluft hält sich nicht lange und noch im Verlauf des Donnerstags wird von Nordwesten kühlere Luft nach Deutschland geführt, was die Schneefallgrenze bei einer hohen Schauerneigung wieder absinken lassen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wettervorhersage März 2020.

Stürmische Winde sorgen im Wochenverlauf zunächst für frühlingshaft milde und nachfolgend kühle Temperaturwerte
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Stürmische Winde sorgen im Wochenverlauf zunächst für frühlingshaft milde und nachfolgend kühle Temperaturwerte
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Chaotische Entwicklung der Großwetterlage

Es hat sich ja in der gestrigen Wettervorhersage bereits angekündigt, dass die Wellenbewegung entlang der Polarfront nach den Berechnungen der Europäer zunehmen wird - heute folgt die Bestätigung.

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Frühling!?

Sowohl ein Fragezeichen, als auch ein Ausrufezeichen kann heute hinter den Frühling gesetzt werden, denn beides ist nach dem europäischen Wettermodell möglich. Man erkennt es schon auf der oben gezeigten Wetterkarte, dass sich die Grundströmung innerhalb des Polarwirbels verändert und einen Kaltluftvorstoß in Richtung europäisches Nordmeer initialisiert wird.

Das Hoch strebt nach Norden

Das veränderte Strömungsmuster innerhalb des Polarwirbels hat auch Folgen für die südlich gelegenen Regionen. Angeregt durch die Aktivität strebt das Hoch von den Azoren nach Norden auf und erreicht zum 15. März Island, und kippt nachfolgend nach Osten in Richtung Skandinavien ab.

Warm und kalt im Wechsel

Die Folge daraus ist ein zunächst stark meridionales Strömungsmuster, was Deutschland, Österreich und die Schweiz in raschen Abständen mal auf die warme und mal auf die kalte Seite der Wellenbewegung bringen kann. So sind am 16. März frühlingshaft warme +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad möglich, während es am 18. März kaum mehr als +4 bis +8 Grad sein können. Begleitet wird das Auf und Ab der Temperaturen von eine regen Niederschlagsneigung, die zum 17. März allmählich nachlässt.

Skandinavienhoch

Bis zum 18. März positioniert sich das Hoch über Skandinavien und wird versuchen die Position zu festigen. Gelingt das, so hat nachfolgend der Frühling gute Karten, gelingt das nicht, oder befindet sich das Hoch an anderer Position, so kann es auch nochmals zu spätwinterlichen Wettererscheinungen kommen.

Das riecht stark nach Frühling
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das riecht stark nach Frühling © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Skandinavienhoch mit spätwinterlichen Wettererscheinungen

Die Wetterprognose der Amerikaner hat die Entwicklung des Skandinavienhochs schon länger im Programm und stützt diese Entwicklung heute erneut. Doch bis sich das Hoch nach Skandinavien verlagert, kann es auch noch zu spätwinterlichen Wettereinflüssen kommen.

Schneeschauer bis auf das Flachland herab

Im Zeitraum vom 14. bis 16. März wölbt sich das Azorenhoch nach Norden auf und lässt die Grundströmung über Mitteleuropa auf nordwestliche Richtungen kippen, was mit einer hohen Tiefdruckaktivität die Schneefallgrenze über Deutschland bis auf 500 bis 800 Meter absinken lassen kann.

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Nachfolgend strebt der Keil des Azorenhochs immer weiter und kräftiger nach Skandinavien, kann aber - aufgrund des Tiefdruckgebietes über dem östlichen Europa - nicht so schnell nach Osten abkippen und in Folge dieser speziellen Konstellation werden Luftmassen arktischen Ursprungs angezapft und vom 17. bis 19. März nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Sollte das tatsächlich so gelingen, wie es die Wetterprognose der Amerikaner berechnet, so wären bei Tageswerten von -1 bis +4 Grad Schneeschauer bis auf tiefere Lagen herab zu erwarten.

Die gestörte Zirkulation

Doch diese spätwinterliche Wetterlage hält sich nicht lange. Das Hoch positioniert sich ab dem 19. März über Skandinavien und blockiert die atlantische Frontalzone frühzeitig. Damit kann die seit Dezember mehr oder minder anhaltende Westwetterlage beendet werden und mit einer östlichen Grundströmung setzt sich ein gestörtes Zirkulationsmuster durch, was noch weite Teile vom Frühling beeinflussen kann.

Dem arktischen Kaltluftvorstoß (li.) folgt das Skandinavienhoch (re.)
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Dem arktischen Kaltluftvorstoß (li.) folgt das Skandinavienhoch (re.) © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die Großwetterlage verändert sich

Dahinter war in den letzten Tagen noch ein Fragezeichen zu setzen, doch in der Zwischenzeit deutet sich immer klarer ein Wettertrend zu einem Hoch über Skandinavien ab. Das Hoch hat dabei zwei Eigenschaften. Zum einen blockiert es die atlantische Frontalzone - nachhaltig! Eine zonale Wetteraktivität ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich.

Zum anderen sorgt das Hoch über Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine gestörte Zirkulation. Anstatt die Luft aus westlichen Richtungen heran weht, kommt diese aus östlichen Richtungen. Wer auf den Frühling wartet, muss sich aber mit einer östlichen Grundströmung noch etwas gedulden, da Bodennah recht kühle Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden. Nicht kalt, aber eben auch nicht warm und in den klaren Nächten ist mit Frost zu rechnen.

Spätwinterliche Wettererscheinungen möglich

Gerade aber in der Übergangsphase - wenn sich das Hoch nach Norden aufstellt - ist die Zufuhr kälterer Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich, was die Schneefallgrenze um die Monatsmitte kurzzeitig bis auf die mittleren Lagen absinken und auch in tieferen Lagen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer ermöglichen kann.

Bestätigt wird der spätwinterliche Wettercharakter von den Kontrollläufen nicht. Die Vorhersage der Amerikaner bildet im Vergleich zu den Kontrollläufen die kälteste Variante ab. Das schließt dieses spätwinterliche Szenario grundsätzlich nicht aus, doch handelt es sich hierbei um eine ganz spezielle Variante.

Aber auch die phasenweise warme Variante der Europäer wird von den Kontrollläufen so nicht gestützt. Wahrscheinlicher ist und bleibt der Wettertrend der letzten Tage, der für den Zeitraum vom 14. bis 20. März gemäßigte bis normale Temperaturwerte für den März in Aussicht stellt. Kurzum sollten sich Freunde der Frühlingsluft auf den Zeitraum vom 10. bis 13. März konzentrieren und diese Zeit genießen.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
14. März +3 bis
+10 Grad
+6 bis
+8 Grad
18. März -3 bis
+15 Grad
+4 bis
+6 Grad
23. März -3 bis
+13 Grad
+6 bis
+9 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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