Zwar dominiert in den kommenden Tagen hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz, doch eine nördliche Strömungskomponente verhindert die ganz heißen Temperaturen. So sind über dem Süden meist +23/+27 Grad und über dem Norden +18/+23 Grad zu erwarten. Ab Mittwoch nimmt von Süden her die Neigung zu Schauern und Gewittern zu (Details s. Wetter August 2016).

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 19./21. August die Verlagerung des Hochdrucksystems von der Mittelmeerregion / Deutschland / Skandinavien über das östliche Europa. Gleichzeitig positioniert sich die atlantische Frontalzone mit ihrer dazugehörigen Tiefdruckrinne von Neufundland / Island / England und versucht weiter nach Skandinavien voranzukommen. In Folge daraus gelangt Deutschland, die Schweiz und auch Österreich zunehmend in den Einflussbereich der Tiefdrucksysteme, was den Wettercharakter mit Schauern und Gewittern und zurückgehenden Temperaturen unbeständiger und auch kühler werden lässt. Wie kühl kann es werden? Berechnet werden bspw. für den 23. August Werte, welche zwischen +17/+23 Grad noch im annehmlichen Bereich liegen können. Darüber hinaus zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells der Aufbau eines Hochdrucksystems, welches sich von den Azoren bis über das westliche Russland in einer mehr oder minder kräftigen Struktur organisieren kann. In Folge dessen wäre im Zeitraum vom 23./28. August ein hoch-sommerlicher Wettercharakter nicht auszuschließen. Im Detail wird es aber darauf ankommen, wie sich die atlantische Frontalzone organisieren wird. Gelingt es dieser das Hochdrucksystem weiter nach Osten zu verlagern, so wird es über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einer westlichen Grundströmung unbeständiger und auch kühler. Setzt sich das Hoch durch, so zeigt sich das letzte August-Drittel weitgehend sommerlich und in der letzten Variante liegt Deutschland zwischen beiden Systemen und das Auf und Ab bleibt beim Wetter erhalten.

Das europäische Wettermodell stützt vom 19./23. August ebenfalls den Aufbau einer Hochdruckkette zwischen den Azoren und dem westlichen Russland und blockiert in diesem Zeitraum weitgehend die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik - eingelagerte Störungen sorgen dennoch für eine erhöhte Schauerneigung in diesem Zeitraum.

Die Kontrollläufe stützen über dem Süden und Westen einen etwa um +2/+4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warmen Temperaturverlauf bis zum 21. August, welcher über dem Norden und Osten mit einer Abweichung von-2/+2 Grad sich an den für die Jahreszeit-typischen Werten orientieren kann. Die Niederschlagsneigung ist bis zum 18. August als gering einzustufen, steigt aber im Zeitraum vom 18./21. August an und ist über dem Süden und Osten stärker ausgeprägt als über dem Westen und Norden. Im Zeitraum vom 21./29. August berechnen die Kontrollläufe eine durchweg positive Entwicklung der Temperaturwerte, welche mit ihrem Mittelwert verbreitet um +2/+7 Grad über dem Jahreszeit-typischen Bereich liegen können. Der Temperaturtrend ist nach den Kontrollläufen im letzten August-Drittel positiv ausgeprägt, was - zum heutigen Stand - für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines von hohem Luftdruck dominierten Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz spricht.

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