Noch ist nicht ganz klar, wie sich ein Hochdrucksystem Ende Mai / Anfang Juni verhalten wird, zunehmend wahrscheinlicher wird auch nach den jüngsten Berechnungen der Wettermodelle eine Verschiebung der Hochdruckposition von Skandinavien in Richtung Island, Grönland und den Azoren. Was Anfang Juni über Deutschland, Österreich und der Schweiz noch zu relativ warmen Temperaturen, aber eben auch zu einer ansteigenden Neigung zu Schauern du Gewittern führen kann (s. Wetter Juni).

Sollte sich eine westliche und damit auch in einer blockierende Art und Weise ein Hochdrucksystem im Bereich zwischen Grönland, Island und den Azoren etablieren können, so wäre eine im Zeitraum vom 4./7. Juni meridionale Grundströmung (Süd-Nord, Nord-Süd) nicht auszuschließen und Deutschland, Österreich und die Schweiz könnten in den Zustrom kühlerer Luftmassen aus nördlichen Richtungen gelangen.

So eine Wetterentwicklung ist zwar grundsätzlich nicht auszuschließen, es gibt aber noch weitere Varianten zu berücksichtigen. So simuliert das amerikanische Wettermodell heute noch zwei weitere Varianten, welche aber eines gemeinsam haben: einen unbeständigen Wettercharakter.

In der ersten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem über Skandinavien noch etwas weiter nach Norden, so dass die atlantische Frontalzone mit ihrer dazugehörigen Tiefdruckrinne eine südlichere Bahn einnehmen muss. Diese kann zum aktuellen Stand zwischen Neufundland, den Azoren, England und Deutschland verlaufen. So verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz überwiegend im warmen Zustrom feucht-warmer Luftmassen bei einer höheren Neigung zu Schauern, Gewittern und teils länger andauernden Regenfällen.

In der zweiten Variante baut sich der hohe Luftdruck über Skandinavien ab und verlagert sich über das östliche Europa, während die atlantische Frontalzone im Bereich zwischen England und den Azoren an einem weiterkommen in Richtung Osten gehindert wird. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden demnach im Zustrom warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen verbleiben können, welche zu einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern führen können.

Es gibt - zum heutigen Stand - noch unterschiedliche Varianten in den Simulationen der Wettermodelle für das erste Juni-Drittel. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), so liegen diese am 2. Juni bei 30/55/15 und am 6. Juni bei 30/45/25 und zeigen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Jahreszeit-typischen Verlauf der Temperaturen im ersten Juni-Drittel.

Das Langfristmodell simuliert für die Sommermonate Juni und Juli in seiner heutigen Wetterprognose für das Wetter Sommer eine negative Niederschlagserwartung (zu trocken), während es im August keine besonderen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert gibt. Bei den Temperaturen zeigt sich im Juni und Juli für die Gebiete etwa südlich der Mainlinie mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad eine leicht zu warme Tendenz gegenüber dem langjährigen Mittelwert, während es nördlich davon mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad kaum Auffälligkeiten gibt. Der August bewegt sich demnach mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad in ganz Deutschland auf einem weitgehend normalen Temperaturniveau.

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