Über Pfingsten lassen die Simulationen der Wettermodelle noch Spielräume offen, wenngleich der Temperaturtrend bis Pfingstmontag eine normalisierende bis leicht positive Tendenz gegenüber dem langjährigen Mittelwert annimmt. Für die Wetterentwicklung nach Pfingsten kommt es darauf an, wie sich die Hochdrucksysteme des Kontinentalhochs über dem westl. Russland und dem Azorenhoch verhalten werden. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so gelingt es den Hochdrucksystemen nicht, eine Verbindung zueinander aufzubauen. Stattdessen liegt das Azorenhoch im Zeitraum 26./28. Mai zwischen den Azoren und Grönland und das Kontinentalhoch weiterhin über dem westl. Russland. Zwischen beiden Systemen ergibt sich eine Lücke über Mitteleuropa, in welche die Tiefdrucksysteme aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen vordringen und dabei auch frische Luftmassen nach Deutschland führen können. Interessant ist der Ansatz des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum zwischen dem 28. Mai/1. Juni mit einer Hochdruckverlagerung des Kontinentalhochs in Richtung Skandinavien. In Folge daraus könnten sich zwei wesentliche Wetterentwicklungen ergeben. Zum einen eine starke und autarke Position des Skandinavienhochs, welches weite Teile von Deutschland mit einer östlichen Grundströmung und weitgehend stabilen und relativ warmen Temperaturverhältnisse beeinflussen kann. In der zweiten Variante ergibt sich ein flach ausgerichtetes Skandinavienhoch, welches auf seiner westlichen Seite von Tiefdrucksystemen "unterwandert" werden kann. Im Ergebnis hätte das relativ milde Temperaturen zur Folge, jedoch wäre die Niederschlagsaktivität über Deutschland höher einzustufen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so kann im Zeitraum 26./30. Mai das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa mit einen Tief über Skandinavien und dem Hoch westl. von Europa meridionalisieren, so dass demnach ein Zustrom kühlerer Luftmassen bei einem unbeständigen Witterungscharakter wahrscheinlicher wäre. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen leicht negativen bis normalen Temperaturtrend bis Ende Mai, welcher Anfang Juni eine normalisierende bis leicht positive Tendenz aufweist. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 27. Mai zwischen +8/+17 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad) und am 1. Juni zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +17/+19 Grad). Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen für den Sommer der letzten Tage treu und simuliert die Temperaturabweichung der Monate Juni, Juli und August mit -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im weitgehend Jahreszeit-typischen Bereich und auch im Niederschlagsverhalten zeigt sich über die Sommermonate hinweg keine sonderlichen Auffälligkeiten.

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