Die Großwetterlage der letzten Woche wurde dominiert durch ein stetiges Auf und Ab Aufgrund des Wechselspiels zwischen warmen bis heißen Vorderseitenwetter mit nachfolgendem Rückseitenwetter. Daran scheint sich auch am kommenden Wochenende, bzw. im Verlauf der nächsten Woche nichts zu ändern. Das Tiefdrucksystem tut sich jedoch zunehmend schwerer, seinen Standpunkt gegen die Hochdrucksysteme über dem westl. Russland und dem Azorenhoch durchzusetzen. Dabei bleibt der gesamte Prozess schwachgradientig, was es den Meteorologen nicht gerade einfach machen wird, eine entsprechend verlässliche Vorhersage zu treffen. Beide Wettermodelle simulieren im Zeitraum zwischen dem 6./10. Juli einen schwachen Trogprozess zwischen England, Frankreich und der Mittelmeerregion, bei der Deutschland zeitweise und im Schwerpunkt im Westen davon beeinflusst werden könnte. Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Art und Weise, wie der Trog fortgeführt wird. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, kann sich im Abtropfprozess über der Mittelmeerregion ein eigenständiges Mittelmeertief initialisiert werden, was der Beginn einer möglichen Zirkulationsumstellung wäre. Warum? Zwar hätte das Tiefdrucksystem teils kräftige Niederschläge - insbesondere über der Südhälfte - zur Folge, jedoch ergeben sich damit Chancen, dass das Azorenhoch und das über dem westlichen Russland liegende Hochdrucksystem über Nordeuropa eine Hochdruckbrücke aufbauen, was im weiteren Verlauf durchaus in einem Skandinavienhoch enden könnte. Somit wäre das Zirkulationsmuster von Nordwest-Südost auf überwiegend Ost-West umgestellt. Das europäische Wettermodell bleibt überwiegend "konservativ" und bleibt seinen Simulationen der letzten Tage weitgehend treu. Demnach schwenkt der schwache Trog im Wochenverlauf durch und sorgt für mäßig warme Temperaturen bei einer leicht wechselhaften Tendenz. Das Azorenhoch nimmt im Wochenverlauf mit einem Hochdruckkeil wieder vermehrt Einfluss auf das Wetter, so dass sich das grundlegende Auf und Ab der letzten Wochen erneut wiederholen kann (Erhaltungsneigung). Es gibt also Signale einer möglichen Umstellung der Großwetterlage - wie sind diese zu bewerten? Geht es nach den Kontrollläufen, so kann man der Simulation des amerikanischen Wettermodells kaum Chancen einräumen - mehrheitlich simulieren die Kontrollläufe im Zeitraum zwischen dem 7./13 Juli normales und wechselhaftes Wetter mit abnehmender Niederschlagswahrscheinlichkeit zum 13. Juli hin. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 11. Juli zwischen +14/+25 Grad bei einem Mittelwert von +18 Grad im Norden und +20 Grad im Süden. Die Signale einer Umstellung mehren sich jedoch, so dass man diese nicht gänzlich außer Acht lassen sollte. Anders ausgedrückt: erfolgt keine Umstellung, so ist mit einem Verbleib des Auf und Ab bis zur Monatsmitte zu rechnen, gelingt die Umstellung, so könnte die zweite Juli-Hälfte von sommerlichen Temperaturen dominiert sein

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